„Abscheulich und feige“
Angriff auf Kölner NS-Dokumentationszentrum
16.10.2026 – 19:48 UhrLesedauer: 1 Min.
Am NS-Dokumentationszentrum in Köln verschütten Unbekannte eine stinkende Flüssigkeit. Der Staatsschutz ermittelt, die Politik verurteilt den Angriff.
Unbekannte haben am NS-Dokumentationszentrum (NS-DOK) in Köln eine stinkende Flüssigkeit verteilt. Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) sprach im Anschluss von einem „Angriff auf unsere Erinnerungskultur und das demokratische Selbstverständnis unserer Stadt“. Er verurteilte die Tat scharf und äußerte die Hoffnung auf einen schnellen Ermittlungserfolg der Polizei.
Die Kölner Landtagsabgeordnete Berîvan Aymaz (Grüne) hat den Angriff als abscheulich und feige verurteilt. Gerade in Zeiten, in denen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus erstarkten, müssten solche Orte geschützt und gestärkt werden, sagte sie. Sie seien unverzichtbar für eine lebendige Erinnerungskultur und die demokratische Gesellschaft.
Angriff auf NS-DOK in Köln: Staatsschutz der Polizei ermittelt
Der Eingangsbereich des NS-Dokumentationszentrums am Appellhofplatz in der Kölner Innenstadt ist in der Nacht zum Freitag verunreinigt worden. Mitarbeiter informierten am Freitagmorgen die Polizei. Die Kriminalinspektion Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung und sucht Zeugen. Wie die Stadt Köln mitteilte, bleibt das NS-Dokumentationszentrum wegen umfangreicher Reinigungsarbeiten bis einschließlich Montag geschlossen.
Das Zentrum ist ein zeithistorisches Museum, das in den Räumen der früheren Kölner Gestapozentrale untergebracht ist. Besucher erfahren dort mehr über die Geschichte des Gebäudes und dessen Nutzung durch die Gestapo – besonders im Fokus steht dabei das Gefängnis, das sich einst im Keller befand. Ferner beleuchtet das Museum, wie das Haus nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges weitergenutzt wurde.














