„Der ist auf dem falschen Dampfer“
Nach Midterms-Debakel: AfD-Bosse streiten über Trump und ICE
07.11.2026 – 21:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Die US-Republikaner haben bei den Midterms eine deutliche Niederlage erlitten. Nun bricht in der AfD-Führung ein Streit über die Einwanderungsbehörde ICE aus.
AfD-Chef Tino Chrupalla hat die Einwanderungsbehörde ICE nach der deutlichen Niederlage der US-Republikaner bei den Midterms kritisiert. In einer Videobotschaft bei X sagte Chrupalla: „In den USA stieß auch die Vorgehensweise der Remigrationsbehörde ICE bei Mehrheiten auf Ablehnung.“
Wer Migration ordnen wolle, müsse „einen, nicht spalten“. Auch der Iran-Krieg sei Teil des Problems gewesen.
Widerspruch kommt von AfD-Vizechef Sven Tritschler. Dem Portal „The Pioneer“ sagte Tritschler: „Wer glaubt, eine Asyl- und Migrationswende gehe irgendwie ‚kuschelig‘ und ohne unschöne Bilder im Fernsehen, der ist auf dem falschen Dampfer. Insofern ist die Kritik an ICE unangebracht.“
ICE-Agenten erschossen US-Amerikaner
Er wünsche sich, „dass deutsche Behörden ähnlich konsequent gegen Illegale vorgehen und ich bin mir sicher, dass das ein Großteil der AfD ähnlich sieht“, erklärte Tritschler weiter. ICE war wegen teils brutaler Einsätze in die Kritik geraten. ICE-Agenten erschossen die amerikanischen Staatsbürger Renée Good und Alex Pretti.
Tritschler stimmte Chrupalla allerdings in einem Teil einer Analyse zu: „Dass unnötige Kriege Trump nicht beliebter gemacht haben und ein gutes Stück zum Ergebnis der Midterms beigetragen haben, da sind wir uns sicher einig.“ Die US-Republikaner waren bei den Midterms am Mittwoch vernichtend geschlagen worden, verloren auch sicher geglaubte Sitze an die Demokraten, die nun den Senat und das Repräsentantenhaus kontrollieren.














