Sommerferien in vollem Gange
ADAC warnt vor weiterer Reisewelle
20.07.2026 – 12:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf Deutschlands Fernstraßen wird es auch am kommenden Wochenende eng. Vor allem auf bestimmten Reiserouten müssen Autofahrer mehr Zeit einplanen.
Wer am kommenden Wochenende mit dem Auto in den Urlaub fährt, braucht erneut Geduld. Die Menge des Ferienverkehrs bleibt hoch, obwohl in keinem weiteren Bundesland die Sommerferien beginnen. Da inzwischen fast überall schulfrei ist und auch in den Nachbarländern Hauptreisezeit herrscht, dürften viele Autobahnen wieder an ihre Grenzen kommen.
Besonders voll wird es laut ADAC-Prognose auf den Strecken in Richtung Alpen, nach Süddeutschland sowie an die Nord- und Ostsee. Kommt sonniges Wetter hinzu, führt zusätzlich der Ausflugsverkehr rund um Seen, in den Mittelgebirgen und im Alpenraum zu stark befahrenen Straßen.
Die größten Verzögerungen erwartet der ADAC am Freitagnachmittag und -abend sowie am Samstagvormittag. Im Laufe des Wochenendes nimmt außerdem der Rückreiseverkehr aus den Urlaubsregionen zu. Rund 1.000 Autobahnbaustellen verschärfen die Situation zusätzlich.
Auf diesen Strecken dürfte es besonders voll werden
- A1 Fehmarn – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
- A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg sowie Passau
- A4 Aachen – Köln sowie Dresden – Görlitz
- A5 Kassel – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Würzburg sowie Ulm – Füssen
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A20, A21, A23 und A24 in Richtung Ost- und Nordsee
- A44 Dortmund – Kassel
- A61 Mönchengladbach – Koblenz
- A81 Singen – Stuttgart
- A95 München – Garmisch-Partenkirchen
- A96 Lindau – München
- A99 Autobahnring München
Für Lastwagen mit mehr als 7,5 Tonnen gilt noch bis einschließlich 31. August das Ferienfahrverbot auf zahlreichen Autobahnen und Bundesstraßen. Es greift jeweils samstags von 7 bis 20 Uhr.
Staus auch im Ausland
Auch im benachbarten Ausland müssen Reisende mit Behinderungen rechnen. In Österreich zählen die Westautobahn (A1), die Pyhrnautobahn (A9), die Tauernautobahn (A10), die Inntalautobahn (A12) und die Brennerautobahn (A13) zu den wichtigsten Stauschwerpunkten. Die Sanierung der Luegbrücke führt dort zusätzlich zu Einschränkungen. Ebenfalls staugefährdet bleiben die Arlberg-Route (B 197) und die Fernpass-Route (B 179).
In der Schweiz sind vor allem die Gotthard-Route (A2), die San-Bernardino-Route (A13) sowie die Autobahnen A1 und A3 betroffen. In Italien müssen Urlauber auf der Brennerautobahn (A22) und auf den Verbindungen zwischen der Schweiz, Mailand und Genua (A9/A7) mehr Zeit einplanen.
Am Montag, 27. Juli, wird in Tirol erneut eine Blockabfertigung für den Schwerverkehr eingerichtet. Außerdem richten Deutschland und Österreich an einigen Ausweichstrecken wieder Abfahrtssperren ein, um Schleichverkehr durch Ortschaften zu verhindern.
Wer am Wochenende in die Niederlande fährt, sollte die Vollsperrung der A12 zwischen Grijsoord und Maanderbroek einplanen. Sie gilt von Freitag, 21 Uhr, bis Montag, 5 Uhr. Vor allem auf dem Weg zur Nordseeküste sind dadurch längere Umleitungen zu erwarten.
Auch an den deutschen Grenzen können die Grenzkontrollen zusätzliche Wartezeiten auslösen.
Der ADAC rät: Wer seine Reise flexibel planen kann, fährt möglichst nicht am Freitagnachmittag oder Samstagvormittag los. Ein Blick auf die aktuelle Verkehrslage vor der Abfahrt kann ebenfalls helfen, längere Verzögerungen zu vermeiden.














