FBI ermittelt
Spionage bei OpenAI: Mitarbeiter versteckte Wanze im Büro
Aktualisiert am 14.10.2026 – 14:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Abhörgerät, versteckt in einer USB-Buchse: Bei OpenAI wurde ein brisanter Spionagefall aufgedeckt. Ein eigener Mitarbeiter soll dahinterstecken.
Ein Mitarbeiter des ChatGPT-Entwicklers OpenAI steht unter Verdacht, ein Abhörgerät in einem Konferenzraum der Firma platziert zu haben, in dem oft Geschäftsgeheimnisse besprochen werden. Der 35-jährige saudische Staatsbürger wurde festgenommen, wie die KI-Firma und das US-Justizministerium mitteilten. Die US-Bundespolizei FBI ermittelt zu dem Fall.
Das vor zwei Wochen entdeckte Aufnahmegerät war den Ermittlern zufolge etwa zwei Tage zuvor in dem Konferenzraum in San Francisco platziert worden. Es steckte demnach in der USB-Buchse eines Fernsehers, eingewickelt in Toilettenpapier.
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Der festgenommene Mitarbeiter wurde nach Angaben des Ministeriums Ende September von Sicherheitskameras in der Nähe des Konferenzraums gefilmt, zu dem er keinen Zutritt hatte. Die Ermittler veröffentlichten auch ein Bild, auf dem zu sehen ist, wie er später versucht, hinter den Fernseher zu schauen.


Recherche über Chatbot
Laut dem Ministerium wurden über ein Chatbot-Konto, das auf den Namen der Ehefrau des OpenAI-Mitarbeiters angemeldet war, Anfragen zu Aufnahme-Vorrichtungen gestellt. Im Chatverlauf fanden sich demnach auch Merkmale des im Konferenzraum entdeckten Abhörgeräts. Dem Mitarbeiter drohten bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft und eine Strafe von bis zu 250.000 Euro.
US-Geheimdienstkoordinator Jay Clayton betonte in der Mitteilung, der Fall zeige, wie wichtig es für die nationale Sicherheit der USA sei, den Wettlauf bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz zu gewinnen. Clayton war von Präsident Donald Trump auch mit einer zentralen Rolle bei der KI-Aufsicht betraut worden.
Erst vor Kurzem hatte ein nun als Whistleblower auftretender KI-Forscher die Vermutung geäußert, dass chinesische Spione die großen KI-Labore von OpenAI und Anthropic unterwandert hätten. Belege dafür präsentierte er nicht.















