Stock Picking für Kleinanleger
Aktienbewertung: Auf diese Zahlen kommt es an
Aktualisiert am 09.10.2025 – 11:38 UhrLesedauer: 6 Min.

Wer Aktien von guten Unternehmen zu einem günstigen Preis kaufen möchte, sollte wissen, auf welche Zahlen es ankommt: Aktien bewerten – so gehts.
Investieren in Aktien ist nicht zu verwechseln mit Glücksspiel. Jeder Aktienkauf ist und bleibt zwar eine Spekulation auf die Zukunft – aber je besser Sie sich vorher über das Unternehmen informiert haben, desto einfacher ist es, die Entwicklung einzuschätzen.
Da die Zukunft für alle Marktteilnehmer, also auch für internationale Investoren, Vermögensverwaltungsgesellschaften und institutionelle Anleger, unbekannt ist, ist die Beurteilung der gegenwärtigen Lage eines Unternehmens die einzige plausible Möglichkeit, um sich für oder gegen den Kauf einer Aktie zu entscheiden.
Damit das Investment kein Misserfolg wird, gibt es bestimmte Finanzkennzahlen, die auch Kleinanleger kennen sollten, bevor sie sich die Aktien ins Depot legen. Hier sind ein paar Tipps, worauf Sie beim Stock Picking, also bei der Auswahl von Einzelaktien, unbedingt achten sollten.
Beim sogenannten Stock Picking versuchen Anleger, aus einer Vielzahl von börsennotierten Aktien ganz bestimmte Unternehmen herauszufiltern, von denen sie erwarten, dass sie sich besser entwickeln als der breite Markt. Prominente Vorbilder für viele Kleinanleger sind Warren Buffett, Bill Ackmann oder Bill Nygren. Sie alle sind mit Stock Picking reich geworden.
Wer keine Zeit hat, sich mit solchen Fragen zu beschäftigen, könnte einen Indexfonds auf den S&P 500 kaufen und würde damit eine durchschnittliche Marktrendite von rund neun Prozent pro Jahr erzielen. Wenn Sie jedoch den Markt schlagen wollen, kommen Sie nicht darum herum, Ihre Kenntnisse zu vertiefen.
Den Markt zu schlagen und damit eine höhere Rendite zu erzielen als der Durchschnitt, ist gar nicht so einfach. Selbst Fondsmanager, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als Geschäftsberichte zu lesen und Unternehmen zu analysieren, schaffen es selten, langfristig besser abzuschneiden als der breite Markt.
Das zeigen verschiedene Studien, etwa die bekannte Spiva des Indexherausgebers Standard & Poor’s, die regelmäßig das Abschneiden von Fonds mit dem Markt vergleichen. Darin heißt es beispielsweise, dass sich 92 Prozent aller Fonds in den vergangenen 15 Jahren schlechter entwickelt haben als der S&P 500.
Dennoch ist es gerade für Privatanleger möglich, den Markt zu schlagen, da sie keine Kundengelder an der Börse anlegen müssen, denen sie rechenschaftspflichtig sind. Der Unterschied zu Fondsmanagern besteht darin, dass Privatanleger langfristig denken sollten, während institutionelle Anleger kurzfristig handeln. Ziehen Kunden in einem Crash aufgrund schlechter Performance im großen Stil Gelder aus Fonds und ETFs ab, sinkt die Liquidität des entsprechenden Fonds und damit die Möglichkeit, frisches Geld anzulegen.
Wenn Sie erkennen möchten, welches Unternehmen ein lohnendes Investment sein könnte, sollte Sie sich zunächst das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ansehen. Bei dieser Kennzahl werden der aktuelle Aktienkurs und der prognostizierte Jahresgewinn ins Verhältnis gesetzt. Kostet eine Aktie beispielsweise 50 Euro und der Gewinn je Aktie soll bei 4 Euro liegen, liegt das KGV bei einem Wert von 12,5.















