Bergwacht warnt
Felssturz trifft Wandergebiet im Allgäu
28.09.2025 – 16:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Geröllmassen setzen sich am Rubihorn in Gang, verschütten einen Wanderweg. Ein Wanderer muss in Sicherheit gebracht werden.
Am Rubihorn bei Oberstdorf in Bayern hat sich am Samstag ein Felssturz ereignet. Verletzt wurde dabei niemand, auch Sachschäden gab es nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht. Der betroffene Bergweg ist jedoch nicht mehr begehbar. Die örtliche Bergwacht warnte in sozialen Medien: Der Steig zum Gipfel sei durch den Steinschlag gesperrt. Auch die Gemeinde Oberstdorf veröffentlichte eine entsprechende Warnung auf ihrer Internetseite.
Nach ersten Erkenntnissen löste sich das Gestein am Samstagnachmittag. Der betroffene Bereich sei rund 15 mal 15 Meter groß, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West mit. Das genaue Ausmaß war zunächst nicht bekannt.
Zum Zeitpunkt des Felssturzes war offenbar wenig los am Rubihorn. Ein Wanderer befand sich gerade am Gipfel, „der hat dann Hilfe bekommen von der Bergwacht beim Abstieg“, schilderte der Polizeisprecher.
Schon im Juli 1987 hatte sich an der Nordseite des Rubihorns ein massiver Felssturz ereignet. Damals gingen nach Angaben der Gemeinde zwischen 10.000 und 15.000 Kubikmeter Geröll ins Tal. Das daraus entstandene Schotterfeld ist bis heute gut sichtbar.
Rund 200 Kilometer Luftlinie entfernt, im Schweizer Bergdorf Blatten, hatte ein Bergsturz am 28. Mai 2025 verheerende Konsequenzen: Eine gigantische Masse an Geröll und Gestein stürzte ins Lötschental und begrub das 300-Einwohner-Dorf fast vollständig unter sich. Die Behörden hatten das Dorf bereits Tage zuvor evakuiert. Ein Hirte, der sich dennoch im Bereich des Dorfes aufhielt, wurde verschüttet und Tage später nur noch tot aufgefunden.















