Gesunde Hunde
Krankheiten, die Labradore häufig treffen – und wie Sie diese vorbeugen
Aktualisiert am 20.09.2025 – 03:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Krankheiten bei Labradoren sind oft genetisch vorbestimmt, Hundehalter können aber vorbeugen. So gelingt es.
Nicht nur genetische Veranlagung, sondern auch mangelndes Wissen des Halters birgt Risiken für Labradore. Werden die Tiere falsch ernährt oder bewegen sich zu wenig, werden sie krankheitsanfälliger. Bestimmte Erkrankungen treten häufiger auf als andere. Mit den folgenden Hinweisen können Halter Krankheiten vorbeugen und so teure Behandlungen vermeiden.
Bei Labradoren ist die Hüftgelenksdysplasie eine häufig auftretende Gelenkerkrankung. Dabei handelt es sich um eine Fehlbildung des Hüftgelenks, wodurch es zu Schmerzen und langfristig auch zu Arthrose kommen kann.
Neben der Hüftgelenksdysplasie ist die Ellenbogendysplasie eine häufige Erkrankung von Labradoren. Hierbei entwickelt sich der Ellenbogen falsch, was zu Schmerzen und einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit führt.
Um Erkrankungen der Gelenke vorzubeugen, ist es essenziell, Labradore im Welpenalter nicht zu überlasten. Treppenlaufen sollte eine Ausnahme sein, da es für die noch kurzen Beine zu belastend ist und das natürliche Wachstum aus dem Gleichgewicht bringt. Zusätzlich helfen zur Vorbeugung regelmäßige tierärztliche Kontrollen sowie generell eher gelenkschonende Bewegungen.
Labradore sind anfällig für die Progressive Retinaatrophie. Das ist eine erblich bedingte Netzhautdegeneration, die mit Nachtblindheit beginnt und innerhalb von ein bis zwei Jahren zur vollständigen Erblindung führt. Die Erkrankung kann nicht geheilt, aber ihr Fortschreiten verlangsamt werden. Tierärzte verordnen hierfür bestimmte Nahrungsergänzungen. Zusätzlich sind regelmäßige Augenuntersuchungen zu empfehlen.
Der Graue Star gehört zu den Augenerkrankungen, die bei Labradoren oft auftreten. Ebenso wie bei der Progressiven Retinaatrophie ist auch hier die Blindheit die letztendliche Folge.
Aufgrund einer genetischen Mutation fehlt Labradoren das natürliche Sättigungsgefühl. Infolgedessen neigen sie zu Fettleibigkeit, wenn ihre Halter die Ernährung nicht kontrolliert durchführen. Zusätzlicher Bewegungsmangel begünstigt Übergewicht bei den Tieren.
Typische Folgen von Fettleibigkeit sind Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zur Vorbeugung dient eine gesunde Ernährung mit regelmäßigen Gewichtskontrollen beim Tierarzt.
Neben den genannten Erkrankungen neigen Labradore auch zu Tumoren. Sie gelten als besonders anfällig für Tumore an Lymphknoten, Mastzellen und Blutgefäßen. Manche dieser Tumore sind meist erst zu spät durch Knubbel in der Haut ertastbar, weshalb regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unumgänglich sind.
Nicht zuletzt sind auch Ohrenentzündungen bei Labradoren keine Seltenheit. Die hängenden Ohren neigen dazu, da sich in ihnen Feuchtigkeit sammelt. Daher wird empfohlen, die Ohren nach dem Schwimmen der Hunde direkt mit einem kleinen Handtuch zu trocknen.
Bereits vor dem Kauf eines Labradors sollten sich Interessenten nach einen seriösen Züchter umsehen. Der Stammbaum sowie Gesundheitsnachweise sind hierbei gute Anhaltspunkte, um spätere Erkrankungen erst gar nicht aufkommen zu lassen oder das Risiko zumindest zu minimieren.














