Unglück in Sachsen-Anhalt
Chemieunfall – ein Toter, mehrere Verletzte
Aktualisiert am 17.09.2025 – 18:16 UhrLesedauer: 1 Min.
Früh am Morgen tritt in einer Chemiefabrik auf einmal ein Lösemittelgemisch aus. Ein Arbeiter verliert das Bewusstsein. Kollegen wollen ihn retten.
Bei einem Arbeitsunfall auf dem Gelände der Chemiefirma Romonta im Landkreis Mansfeld-Südharz ist am Mittwoch ein Mann ums Leben gekommen. Wie unter anderem der MDR berichtete, trat gegen 5 Uhr bei Arbeiten an einer Anlage ein Lösemittelgemisch aus.
Nach Angaben der Polizei verlor ein Arbeiter daraufhin das Bewusstsein. Zwei Kollegen wollten ihm helfen und wurden dabei verletzt. Auch zwei herbeigerufene Sanitäter erlitten Verletzungen.
Der Mann, der das Bewusstsein verloren hatte, starb. Seine Kollegen kamen in ein Krankenhaus. Sie seien außer Lebensgefahr, berichtete der MDR.
Wie schwer die Sanitäter verletzt wurden, ist laut „Mitteldeutscher Zeitung“ unklar. Nach ersten Erkenntnissen sollen sie sich die Verletzungen während der Erstversorgung der Mitarbeiter zugezogen haben.
Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Die Polizei und das Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt haben die Ermittlungen aufgenommen. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, hieß es.
Bei Romonta handelt es sich nach eigenen Angaben um den weltweit größten Hersteller von Montanwachs, das unter anderem als Grundstoff für Schuhcreme und Bohnerwachs benutzt wird. In dem Werk in Amsdorf, in dem sich der Unfall ereignete, wird Rohmontanwachs aus bitumenreicher Braunkohle herausgelöst.














