Neuer Standort benötigt
Landesbibliothek: Direktor fordert schnelle Lösung
18.09.2025 – 08:56 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin benötigt einen neuen Standort. Derzeit wird eine mögliche Unterbringung am Alexanderplatz diskutiert.
Der Direktor der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) hat die Politik zu mehr Tempo bei der Standortfrage für die Kultureinrichtung aufgefordert. Jonas Fansa betonte in einem Interview mit dem „Tagesspiegel Checkpoint“: „Die Standortfrage muss dringend gelöst werden. Es kann nicht sein, dass unsere Kulturgüter ständig im Risiko sind, unter Wasser zu stehen.“
Die sanierungsbedürftige ZLB ist aktuell auf zwei Standorte am Blücherplatz und in der Breiten Straße verteilt. Seit Jahren sucht die Stadt nach einem neuen Gebäude für die Bibliothek. Eine Möglichkeit wäre der Umzug zum Alexanderplatz, auf dem sich die ZLB ein Gebäude mit Galeria Kaufhof teilen könnte.
Der frühere Kultursenator Joe Chialo (CDU) hatte einen Umzug in das ehemalige Lafayette-Gebäude an der Friedrichstraße vorgeschlagen. Diese Idee scheiterte hauptsächlich an den Kosten.
Fansa unterstrich die Bedeutung einer zentralen Lösung: „Berlin verdient außerdem eine zentrale öffentliche Bibliothek mit angemessen großem digitalen und physischen Bestand und Angeboten für die ganze Stadt, ohne dass man zwischen Ost und West dauernd hin- und herpendeln muss.“
Der Direktor fordert mehr Platz für die Nutzer: „Eine neue ZLB muss ausreichend Platz bieten, um der Stadtgesellschaft als Wohn- und Arbeitszimmer zur Verfügung zu stehen. Wir sind aktuell mit bis zu 5.000 Besuchen am Tag schon die meistbesuchte Kultureinrichtung, haben aber viel zu wenig Publikumsfläche, das muss sich ändern.“














