Etwas davon ist heute noch zu spüren, auch wenn Henschke Wines, neben Penfolds, Rockford oder Peter Lehmann, längst zu einem der größten Erzeuger der Gegend geworden ist, dessen Exporte zu einem Großteil in die aufstrebenden asiatischen Märkte gehen. Außer den 105 Hektar Rebflächen bewirtschaftet die Familie auch 120 Hektar Land, das Prue, Stephens Frau, dazu nutzt, um die natürliche Vegetation der Region wiederherzustellen.
Sie hat dafür gesorgt, dass der Anbau nach biodynamischen Prinzipien erfolgt. Die Böden des Weinguts präpariert sie im Einklang mit dem Mondkalender, wie es schon die ersten deutschen Landschaftsgärtner im Barossa Valley taten. Prue Henschkes Ziel ist es, die Biodiversität der Region zu fördern und autochthone Arten – also Pflanzen, die immer schon in Südaustralien wuchsen – auch im Weinberg einzusetzen und zu nutzen. „Natürlich vorkommende Arten wachsen in Südaustralien nur noch auf sechs Prozent der Landesfläche“, sagt die Winzerin.
Nach einem Buschfeuer und anschließender Überschwemmung im Jahr 1983 war die Muttererde, also die oberste Lage des Bodens, komplett weggespült. Prue stieß bald auf eine natürliche Barriere: Wallaby Grass (lat.: Austrodanthonia). Das hochwachsende, luftige Steppengras gibt dem Boden Halt und konkurrierte nicht übermäßig mit dem Wasserbedarf der Reben. Die autochthone Pflanze wurde zu einem natürlichen Stabilisator im Weinberg und hilft seitdem dabei, dass die großen Gewächse aus den Shiraz-Einzellagen gute Erträge bringen und den Ruhm der Region als großer Rotweinproduzent mehren.














