Ab 30. September 2025
Einreise in die USA: Esta-Kosten verdoppeln sich
08.09.2025 – 11:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Visumfreie Einreise in die USA? Dafür verlangt Washington ab dem Herbst deutlich höhere Gebühren.
Wer künftig in die USA reisen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Die amerikanische Grenzschutzbehörde CBP hat bestätigt, dass die Gebühr für den sogenannten Esta-Antrag zur visumsfreien Einreise ab dem 30. September 2025 von bislang 21 auf 40 US-Dollar (34 Euro) steigt.
Die 40 Dollar setzen sich den Angaben zufolge künftig aus drei Komponenten zusammen: 10 Dollar (8,50 Euro) fließen weiterhin in die Tourismusförderung, 13 Dollar (11 Euro) in Verwaltungsgebühren und 17 Dollar (14,50 Euro) in einen neuen Zuschlag. Die Zahlung ist weiterhin bei Antragstellung online per Kreditkarte oder Debitkarte fällig. Wer also beispielsweise mit der Familie in die USA fliegt, muss die Gebühr für jedes einzelne Mitglied entrichten – auch für Kinder.
Was genau ist Esta? Esta steht für „Electronic System for Travel Authorization“. Der Antrag ist für alle nötig, die im Rahmen des Visa-Waiver-Programms in die Vereinigten Staaten einreisen wollen, darunter auch deutsche Staatsbürger. Mit der Erhöhung verdoppeln sich die Kosten nahezu. Grund für den Schritt ist nach Angaben der US-Regierung die Finanzierung von Tourismusförderung und Sicherheitsmaßnahmen.
An den Rahmenbedingungen selbst ändert sich nichts: Eine erteilte Esta-Genehmigung gilt zwei Jahre lang oder bis zum Ablauf des Reisepasses. In diesem Zeitraum können beliebig viele Einreisen erfolgen, sofern jeder Aufenthalt maximal 90 Tage dauert.
Die US-Regierung argumentiert, dass der zusätzliche Einnahmeposten notwendig sei, um den Tourismus im Land langfristig zu fördern und gleichzeitig die Sicherheit an den Grenzen zu gewährleisten. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die USA Reisen damit teurer und weniger attraktiv machen. Und das ausgerechnet kurz vor der Fußballweltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko, die Millionen Besucher anziehen soll.
Kritik kommt deshalb nicht nur aus den Reihen der Reisenden, die mehr bezahlen müssen, sondern auch aus der US-Tourismusbranche. Das Reisenachrichtenportal „Reisereporter“ zitiert den Präsidenten der US Travel Association, Geoff Freeman: „Die Erhöhung der Gebühren für rechtmäßige internationale Besucher kommt einer selbst auferlegten Abgabe auf eines der größten Exportgüter unseres Landes gleich: die Ausgaben internationaler Reisender.“
Er bemängelt, dass die Gebühren „nicht in die Verbesserung des Reiseerlebnisses reinvestiert“ werden, und glaubt, dass ausländische Besucher abgeschreckt werden. Freeman: „Viele haben hinsichtlich der aktuellen Willkommenskultur sowieso schon Bedenken.“














