Tourismus im Sommer 2025
Weniger Gäste, leere Kassen: Diese Reiseziele kämpfen mit Flaute
02.09.2025 – 13:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Von Berlin bis Mallorca: Einige bekannte Urlaubsregionen verzeichnen 2025 weniger Touristen. Die Gründe sind vielfältig.
Der Sommer 2025 war in vielen Belangen extrem. In mehreren Ländern und Regionen wurden Hitzerekorde gemessen, in Deutschland war es dagegen teilweise kühl und nass. Auch der Tourismus war von Extremen geprägt: Entweder beklagte die Branche zu wenige Urlauber und heftige Einbrüche bei den Buchungszahlen – oder die Anwohner zu viele Touristen.
Überraschend: Besonders für viele klassische Urlaubsregionen verlief die Reisesaison eher enttäuschend. Und der Rückgang hat nicht nur einen Grund. Während in manchen Fällen politische Spannungen oder Preissteigerungen abschrecken, führt in anderen Regionen die Debatte um Massentourismus und die veränderte Reisekultur zu einem Umdenken.
Mallorca steht symbolisch für die Debatte um den Massentourismus – und spürt nun die Folgen. Zwar ist die Insel weiterhin gut besucht, trotzdem klagen Tourismusverbände über einen merklichen Rückgang, besonders bei deutschen Gästen. Die Proteste gegen Massentourismus, steigende Preise und eine zunehmend kritische Stimmung vor Ort haben offenbar Wirkung gezeigt. Viele Urlauber weichen auf andere Ziele aus oder bleiben ganz zu Hause.
Vor allem kleinere Vermieter und Gastronomiebetriebe spüren den Rückgang. Einige setzen deswegen auf hochwertigere Angebote statt auf Masse – ein Trend, der sich möglicherweise fortsetzt.
In Italien zeigen sich die Veränderungen besonders deutlich an zwei touristischen Hotspots. Am Gardasee beklagen Hoteliers, dass deutlich weniger deutsche Urlauber gekommen seien als in den Vorjahren. Einige Hotels hätten die Hälfte ihrer Kapazitäten nicht ausgelastet – trotz Hauptsaison.
Auch die italienischen Küstenregionen leiden. Die Touristenmassen vergangener Jahre blieben 2025 aus, sowohl wegen der gestiegenen Preise als auch, weil viele Einheimische sich zurückziehen. Das verändert die Atmosphäre und schreckt einige Gäste offenbar zusätzlich ab.
In Kroatien macht sich der Rückgang ebenfalls bemerkbar. Laut Medienberichten beklagen vor allem Vermieter an der Küste den Rückgang deutscher Gäste. Eine Tourismus-Expertin nennt die „zunehmende Konkurrenz durch andere Mittelmeerländer“ und die Preisentwicklung als Hauptursachen. Einige Betriebe melden Einbußen im zweistelligen Prozentbereich – eine Herausforderung für das stark tourismusabhängige Land.
Auch Urlaubsregionen in Deutschland sind vom Gästerückgang betroffen: Im ersten Halbjahr 2025 kamen deutlich weniger internationale Gäste in das eigentlich touristische Berlin – insbesondere aus China, Großbritannien und den USA. Die Zahl der ausländischen Übernachtungen sank um rund sechs Prozent. Tourismusmanager zeigen sich besorgt über die rückläufige Entwicklung.















