Erweiterte Venen
Krampfadern – was sind die Ursachen?
Aktualisiert am 26.08.2025 – 08:15 UhrLesedauer: 3 Min.
Oft sind Krampfadern vor allem ein ästhetisches Problem, sie können jedoch auch Beschwerden hervorrufen. Was sie verursacht und wodurch das Risiko steigt.
Krampfadern (Varizen) sind weitverbreitet: Etwa einer von fünf Erwachsenen entwickelt die erweiterten, bläulich hervortretenden Venen mit der Zeit – Frauen häufiger als Männer. Meist bilden sich Krampfadern an den Beinen, insbesondere an den Waden. Je nach Stadium schimmern sie nur leicht bläulich durch die Haut oder zeichnen sich sogar knotig ab.
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Das Venensystem der Beine befördert verbrauchtes, sauerstoffarmes Blut zurück zum Herzen. Während in den Arterien durch die Pumpfunktion des Herzens ein deutlicher Druck herrscht, besteht dieser in den Venen nicht mehr. Um das Blut aus den Beinen entgegen der Schwerkraft transportieren zu können, nutzt der Körper die sogenannte Muskelpumpe.
Diese funktioniert jedoch nur, wenn die Beinmuskeln in Bewegung sind, wie etwa beim Gehen. Dann pressen die Beinmuskeln die tiefer im Bein liegenden Venen immer wieder zusammen und befördern so das Blut nach oben in Richtung Herz. Damit das Blut zwischenzeitlich nicht zurückfließt, sind die Venen in regelmäßigen Abständen mit Venenklappen ausgestattet. Diese funktionieren wie eine Art Rückschlagventil.
Meist entwickeln sich Krampfadern vor allem aus oberflächlichen Venen. Diese sind im Unterschied zu den tiefer liegenden Beinvenen nicht von Muskeln umgeben, sondern liegen dicht unter der Haut oder im Fettgewebe und sitzen dadurch gewissermaßen auf der Beinmuskulatur auf.
Krampfadern entstehen für gewöhnlich, wenn die Venenklappen nicht richtig funktionieren, also nicht mehr dicht schließen und gleichzeitig die Venenwände schwach sind. Dann wird das sauerstoffarme Blut nicht mehr von den Klappen gehalten, sondern kann in Richtung der Füße zurückfließen und förmlich in den Beinen versacken.
Das auf diese Weise aufgestaute Blut erhöht den Druck auf die Venenwände, sodass diese sich übermäßig dehnen müssen. Das kann weitere Venenklappen überlasten und schwächen. Auf Dauer führt der zunehmende Druck dazu, dass die überdehnten und verkrümmten Gefäßwände als Krampfadern sichtbar werden (und teils auch tastbar hervortreten).
In den meisten Fällen bleibt unklar, was genau die Ursache von Krampfadern ist beziehungsweise warum die Venenklappen defekt und/oder die Venenwände geschwächt sind. Dann sprechen Fachleute von einer primären Varikose. Bekannt ist jedoch, dass verschiedene Faktoren das Risiko für Krampfadern erhöhen, wie etwa:
- zunehmendes Alter
- weibliches Geschlecht
- familiäre Veranlagung
- Übergewicht
- mangelnde Bewegung
- Schwangerschaft
Die Häufigkeit von Krampfadern nimmt mit dem Alter zu. Das liegt vor allem daran, dass bei älteren Menschen die Gefäßwände der oberflächlichen Venen allmählich weniger elastisch werden und das umliegende Bindegewebe erschlafft.
Frauen haben häufiger Krampfadern als Männer. Dafür gibt es verschiedene Gründe. So tragen etwa hormonelle Veränderungen (zum Beispiel durch Schwangerschaft, Menstruation oder Wechseljahre) dazu bei, dass die Venenwände leichter erschlaffen, und begünstigen dadurch Undichtigkeiten an den Venenklappen.
Das Risiko für Krampfadern steigt, wenn es in der Familie bereits andere Fälle gibt. Häufig liegen dann eine erblich bedingte Venenwandschwäche und schwaches Bindegewebe zugrunde. Welche Erbanlagen genau mit der Entstehung von Krampfadern zusammenhängen, ist bislang allerdings unklar.















