Niederlage vor Gericht
Marius Borg Høiby bleibt doch in Untersuchungshaft
04.11.2026 – 17:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Marius Borg Høiby schien dem Ende seiner U-Haft nah. Doch die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein – und bekam recht.
Seit Februar sitzt Marius Borg Høiby in Untersuchungshaft, die Fußfessel trägt er zu Hause. Regelmäßig verlängerten Gerichte den Arrest um jeweils vier Wochen. Am Montag schien sich das zu ändern: Ein Gericht in erster Instanz entschied, die Untersuchungshaft nicht fortzusetzen.
Doch die Staatsanwaltschaft akzeptierte das nicht und legte Berufung ein. Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtet, hat ein Berufungsgericht diese Entscheidung nun gekippt. Høiby, der älteste Sohn von Norwegens Königin Mette-Marit, bleibt in Hausarrest.
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Einer seiner Verteidiger hatte am Montag noch erklärt, der Hausarrest sei für seinen Mandanten derzeit „unerträglich“. Nach der Entscheidung des Berufungsgerichts äußerten sich Høibys Anwälte zurückhaltend: „Wir hätten uns ein anderes Ergebnis gewünscht, nehmen aber die Entscheidung des Berufungsgerichts zur Kenntnis. Wir werden nun die Begründung des Gerichts gründlich prüfen und das weitere Vorgehen mit Høiby besprechen.“
Im Sommer war der 29-Jährige wegen mehrerer Straftaten verurteilt worden, darunter zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie häusliche Gewalt gegen eine Ex-Freundin. Das Strafmaß betrug vier Jahre Haft. Rechtskräftig ist dieses Urteil bislang nicht: Høiby hat Berufung eingelegt. Ein neuer Prozess, in dem die Vorwürfe der Vergewaltigungen und der häuslichen Gewalt neu verhandelt werden, soll im Februar beginnen.














