Ex-Fifa-Chef skizziert Vorgehen
Der „höchst angemessene Weg“ um Infantino zu stürzen
04.11.2026 – 14:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Gianni Infantino will um jeden Preis Fifa-Präsident bleiben. Für Miguel Maduro ist das aufgrund der Fifa-Gesetze gar nicht möglich.
Der ehemalige Chef des Fifa-Governance-Komitees hält eine Wiederwahl von Gianni Infantino als Fifa-Präsident aus rein verbandrechtlichen Gründen für nicht möglich. „Gianni Infantino wurde dreimal gewählt. Er war drei Amtszeiten lang Fifa-Präsident. Daher lässt sich eine weitere Amtszeit für Gianni Infantino mit dieser Regel nicht vereinbaren“, sagte Miguel Maduro bei einer Pressekonferenz der Menschenrechtsorganisation FairSquare laut des Portals „The Athletic“.
Es sei „höchst angemessen“ und der „offensichtliche“ Weg, um eine erneute Amtszeit des 56-Jährigen zu verhindern. „Artikel 33 Absatz 2 der Fifa-Statuten ist sehr eindeutig, wenn er besagt, dass niemand mehr als drei Amtszeiten als Präsident amtieren darf“, argumentierte Maduro.
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Der Portugiese arbeitete ab Mai 2016 als Chef des Governance-Komitees unter Infantino, wurde aber bereits zehn Monate später wieder entlassen. Unter seiner Leitung verweigerte das Governance-Komitee dem Russen Vitali Mutko die Kandidatur für das Fifa-Council.
„Der neue Präsident wird mehr oder weniger genauso sein wie Infantino.“
Miguel Maduro
Der 59-Jährige ehemalige Richter vom Europäischen Gerichtshof riet möglichen Infantino-Gegnern, die Kandidatur beim Internationalen Sportgerichtshof (Cas) anzufechten, sollte er Ende März doch zur Wahl antreten.
Fifa-Rat darf nicht über Infantinos Amtszeit entscheiden
Die Situation ist dennoch äußerst unübersichtlich. Infantino wurde nach dem Rücktritt von Ex-Fifa-Präsident Joseph Blatter im Februar 2016 zum Fifa-Präsidenten gewählt. Eine seiner ersten Amtshandlungen war dabei die Begrenzung auf drei Wahlperioden. Während der WM 2022 verkündet er jedoch, dass der Fifa-Rat „einstimmig bestätigt“ habe, dass seine erste Periode zwischen 2016 und 2019 nicht angerechnet werde, da er nur die Amtszeit Blatters beendet hätte. Das sei laut Maduro nicht rechtens, da über diese Auslegung nicht der Fifa-Rat entscheiden könne.
„Es wäre so, als würde ein Staatspräsident die Verfassung selbst auslegen, um erneut kandidieren zu können, anstatt dass der Oberste Gerichtshof oder das Verfassungsgericht darüber entscheidet.“ Zudem erklärt Maduro, dass in den Fifa-Regularien nicht zwischen vollständigen und unvollständigen Amtszeiten unterschieden werde, sondern „im Text ist von drei Amtszeiten die Rede“.















