Hilfe bei Erbrechen und Durchfall
Drei einfache Hausmittel bei Lebensmittelvergiftung
Aktualisiert am 02.11.2026 – 07:15 UhrLesedauer: 3 Min.
Eine Lebensmittelvergiftung sollten Erkrankte immer ernst nehmen. In leichten Fällen kann es jedoch ausreichen, auf einfache Hausmittel zu setzen.
Eine Lebensmittelvergiftung entsteht durch Gifte (Toxine), welche meist von Erregern wie Staphylokokken gebildet werden. Nicht die Erreger selbst, sondern die von ihnen produzierten Giftstoffe führen dann zu Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und/oder Durchfall.
Die Erreger können über verunreinigte Lebensmittel in den Körper gelangen und dort ihr Gift bilden. Auch ist es möglich, dass sich die Toxine bereits direkt im Lebensmittel befinden. Zudem gibt es Nahrungsmittel, die von Natur aus Giftstoffe enthalten. Dazu zählen etwa bestimmte Pilze oder rohe grüne Bohnen.
Vergiftung nicht dasselbe wie Magen-Darm-Infekt
Auch wenn beide Begriffe oft gleichbedeutend Verwendung finden: Eine Lebensmittelvergiftung ist nicht dasselbe wie ein Magen-Darm-Infekt (etwa durch Noroviren). Welche Unterschiede es gibt, lesen Sie im Artikel „Magen-Darm-Infekt oder Lebensmittelvergiftung?„
Wer eine Lebensmittelvergiftung hat – oder vermutet, eine zu haben –, wird leichte Beschwerden möglicherweise mit Hausmitteln kurieren wollen. Das kann auch funktionieren: In den meisten Fällen klingt eine leichte Lebensmittelvergiftung nach wenigen Tagen von selbst ab. Aber auch schwere Verläufe sind möglich. Daher ist es wichtig, bei starken Beschwerden rechtzeitig ärztlichen Rat zu suchen.
Hausmittel Nr. 1: Ruhe
Eine Lebensmittelvergiftung stellt eine Belastung für den Körper dar. Wer erkrankt ist, sollte sich daher schonen und bei starken Beschwerden im Bett oder auf dem Sofa bleiben.
Halten die Symptome länger an oder verstärken sie sich, reicht Ruhe allein nicht aus. In welchem Fall es Zeit für einen Arztbesuch ist, lesen Sie im letzten Kapitel. Wann eine Person mit Lebensmittelvergiftung wieder arbeitsfähig ist, sollte im Zweifel ein Arzt beurteilen.
Hausmittel Nr. 2: Ausreichend trinken
Durch Erbrechen und Durchfall (und eventuell auch Fieber) verliert der Körper viel Flüssigkeit und Elektrolyte wie Kalium, Natrium oder Magnesium. Dieser Mangel muss ausgeglichen werden, um eine Austrocknung zu vermeiden. Gut geeignete Getränke sind etwa
- Kräutertee,
- stilles Wasser,
- verdünnter Saft oder
- klare Brühe.
Bei starkem Erbrechen ist es mitunter schwer, Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Hilfreich kann es dann sein, möglichst in kleinen Schlucken zu trinken, dafür aber häufiger.
- Erbrechen: Was tun, wenn Flüssigkeit nicht drinbleibt?














