ZDF-Intendant kritisiert Böhmermann
„Ist vielleicht am Ende zu fanatisch geworden“
29.10.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Dezember begrüßt Jan Böhmermann zum letzten Mal in seinem „ZDF Magazin Royale“. Jetzt äußert der Intendant des Senders Kritik an dieser Sendung.
ZDF-Intendant Norbert Himmler hat sich im Gespräch zu Jan Böhmermanns freitäglichem Format „ZDF Magazin Royale“ geäußert. Er machte deutlich, dass er eine vor einigen Jahren gesendete Episode über einen Bienenzüchter für „unverhältnismäßig“ halte.
Himmler sagte: „Sich auf einen Bienenzüchter zu stürzen, ihn quasi zum Hauptgegenstand einer Sendung zu machen – das halte ich für unverhältnismäßig.“ Denn für ihn stehe fest: „Satire sollte sich mit denen beschäftigen, die Verantwortung haben, früher hätte man gesagt: mit den Mächtigen. Oder Missstände aufdecken. Es darf aber nicht unfair sein.“ Himmler ging hier auf eine „ZDF Magazin Royale“-Folge aus dem November 2023 ein. Darin ging es um Kritik an Firmen, die „Beewashing“ als eine Form des Greenwashings betreiben – ein Wortspiel aus Greenwashing und Bee (Deutsch: Biene). Ein Imker aus Sachsen wurde darin namentlich genannt.
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„Das hat sich jetzt abgeschliffen“
Doch die von Himmler nun geäußerte Kritik habe nichts mit dem Auslaufen der Sendung zu tun. Wie schon Böhmermann zuvor, betonte der Intendant, dass der Satiriker „den Schlussstrich aus Eigeninitiative gezogen“ habe, weil er sich neu erfinden wolle. Dennoch betonte er: „Natürlich ist ihm und uns auch nicht verborgen geblieben, was seine Sendung in den letzten Jahren im Guten wie im Schlechten ausgelöst hat.“ Er nannte grandiose und prämierte Sendungen, sagte aber auch: „Das hat sich jetzt abgeschliffen und ist vielleicht am Ende zu fanatisch geworden.“
Das „ZDF Magazin Royale“ wird am 18. Dezember 2026 nach mehr als sechs Jahren zum letzten Mal ausgestrahlt. Böhmermann hatte kürzlich in seinem Podcast „Fest & Flauschig“ erzählt, Himmler habe auf die Nachricht vom Ende der Sendung mit Tränen in den Augen reagiert. Darauf angesprochen, sagte dieser nun: „Ja, ich stelle mir heute noch die Frage, ob das Erleichterungs- und Freudentränen waren – oder Tränen der Trauer.“













