Blackout-Vorsorge
So viel Bargeld sollten Sie wirklich zu Hause haben
Aktualisiert am 28.10.2026 – 07:06 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein Stromausfall kann eine Stadt lahmlegen. Wie viel Bargeld Sie für den Notfall benötigen und wie Sie es am besten aufbewahren, erfahren Sie hier.
Die Realität ist kein Katastrophenfilm, aber passieren könnte es dennoch: Ein Stromausfall legt ganze Stadtteile lahm. Davon betroffen wären nicht nur das heimische Licht und der Internetanschluss, sondern auch Mobilfunkmasten, Straßenampeln, Laternen sowie EC-Kartenlesegeräte und Geldautomaten.
In der Regel sind Stromausfälle nach wenigen Stunden behoben. Wurden aber zum Beispiel Stromleitungen durch ein Unwetter beschädigt, könne es auch ein paar Tage dauern, bis der Schaden repariert sei, teilt etwa das Land Niedersachsen auf seiner Website mit. Einen sogenannten Blackout, einen großflächigen Stromausfall, hat es in Deutschland bisher nicht gegeben.
Wie real dieses Risiko grundsätzlich ist, zeigte jedoch der großflächige Blackout in Spanien und Portugal im April 2025, von dem über 50 Millionen Menschen betroffen waren – inklusive ausgefallener Kartenzahlung, Geldautomaten und Mobilfunknetze über Stunden. Erfahren Sie hier, wie Sie sich bei einem Stromausfall verhalten sollten.

Wann kommt es zu einem Blackout?
Zu einem Blackout könnte es aufgrund schlechter Wetterbedingungen wie Stürmen, Gewitter oder heftigem Schneefall kommen, wenn Hochspannungsleitungen beschädigt oder zerstört werden. Auch ein punktuell hoher Stromverbrauch kann zu einem Stromausfall führen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur mussten Haushalte in Deutschland 2024 im Durchschnitt 11,7 Minuten ohne Strom auskommen – nach 12,8 Minuten im Jahr 2023 und 10,73 Minuten im Jahr 2020, dem bisherigen Bestwert. Die Bundesnetzagentur rechnete für den Winter 2023/24 nicht mit Versorgungsproblemen, und auch seither kam es laut Netzbetreibern zu keinem großflächigen, krisenhaften Stromausfall in Deutschland.
Die Wahrscheinlichkeit eines Stromausfalls ist zwar sehr gering, kann aber nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden. Es ist sinnvoll, für diesen Notfall vorbereitet zu sein und Bargeld im Haus zu haben. Doch wie viel sollte es sein?
So viel Bargeld sollten Sie für Notfälle parat haben
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt in seinem Ratgeber für Notfallvorsorge, Bargeld griffbereit im Notgepäck zu haben, definiert dabei aber nicht, wie viel Geld es genau sein sollte. Es gibt keine Obergrenze für die Aufbewahrung von Bargeld zu Hause, allerdings rät die Verbraucherzentrale, nicht zu viel Bargeld zu lagern.
- Bargeldobergrenze: Das sollten Sie wissen
Weder das Horten von großen Mengen an Geld noch das Verstecken ist eine sinnvolle Strategie. Grundsätzlich ist es nicht verboten, Bargeld auch in größeren Mengen zu Hause aufzubewahren. Auch Summen über 10.000 Euro dürfen Sie entgegen anderslautender Aussagen in den sozialen Medien im Haus haben – eine gesetzliche Obergrenze oder Meldepflicht gibt es dafür nicht.
Die Deutsche Bundesbank schätzt, dass jeder Bundesbürger im Durchschnitt etwa 1.364 Euro Bargeld zu Hause hat, was im Notfall genügen sollte. Das Bargeld sollte ausreichen, um vorrangig Wasser, Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente und Treibstoff für ein Notstromaggregat zu kaufen. Hausbesitzer mit einem Ofen könnten im Notfall mit Pellets oder Brennholz heizen.
Dabei hängt die Geldmenge letzten Endes von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen und dem Lebensstil ab. Der Oberösterreichische Zivilschutzverband empfiehlt beispielsweise, dass jeder Haushalt eine Bargeldreserve von etwa 500 Euro in kleineren Scheinen aufbewahren sollte. Die Oesterreichische Nationalbank nennt als Richtwert rund 100 Euro pro Familienmitglied, möglichst in 5-, 10- und 20-Euro-Scheinen – für einen Vierpersonenhaushalt wären das mindestens 400 Euro.














