„Oh je“
Frau kritisiert Feuerwehr – die kontert mit klaren Worten
26.10.2026 – 10:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Frau kann wegen eines Feuerwehreinsatzes nicht schlafen – und teilt das der Öffentlichkeit mit. Die Reaktion der Retter lässt nicht lange auf sich warten.
Die Freiwillige Feuerwehr in Sassnitz auf der Ostsee-Insel Rügen hat mit einem Kommentar auf Facebook zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Eine Frau hatte sich zuvor über das laute Martinshorn beschwert.
Die Einsatzkräfte waren laut dem Facebook-Posting in der Nacht auf Sonntag zur Unterstützung der Polizei zu einer „Lage mit suizidalen Absichten“ alarmiert worden. Eine Person war von der Steilküste in die Tiefe gestürzt, die Feuerwehrleute retteten die schwer verletzte Person. Mehrere Feuerwehrleute sowie Fahrzeuge waren im Einsatz.
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Unter dem Posting sammelten sich zahlreiche dankbare Kommentare wie „Herzlichen Dank für euren Einsatz“. Doch einer Frau passte der Einsatz mit Martinshorn und Blaulicht offenbar weniger. „Bitte nächste Mal durchsagen, dass keine Gefahr für die Anwohner besteht. Bin durch Lärm und Blaulicht aus dem Bett gefallen“, schrieb die Nutzerin.
Die Feuerwehrleute konterten prompt – ebenfalls via Facebook-Kommentar. „Oh je, da hat wohl unser unfreiwilliger Weckdienst zugeschlagen“, schreiben sie. „Leider können wir bei unseren Einsätzen weder auf Flüstermodus umstellen noch das Blaulicht auf Nachtlicht dimmen.“
Die Freiwilligen weisen darauf hin, „nicht zum Brötchenholen“ unterwegs gewesen zu sein – sondern um „schnell zu helfen und Gefahren abzuwehren“. „Wir hoffen, Sie haben den Schreck gut überstanden und konnten anschließend noch eine Runde weiterschlummern“, so der ironische Kommentar.
Feuerwehr-Posting löst Reaktionen aus: „Viel zu nett“
Die Feuerwehr erntete für ihre Reaktion viel Lob. „Viel zu nett geantwortet“, findet ein Nutzer. „Gut gekontert“, meint ein anderer. Andere sprechen die Nutzerin direkt an: „Na hoffentlich brauchst du nie Hilfe und deine Nachbarn müssen deinetwegen aus dem Bett fallen“, heißt es in einem Kommentar. Und in einem anderen schreibt jemand: „Wie empathielos kann man nur sein.“
Die Freiwillige Feuerwehr in Sassnitz auf Rügen besteht laut eigenen Angaben aus 78 Mitgliedern, darunter 50 Einsatzkräften. Oberster Dienstherr ist Bürgermeister Leon Kräusche.















