ID.3 Neo im Test
Endlich wird er zum „richtigen“ VW
25.10.2026 – 10:49 UhrLesedauer: 5 Min.

Mehr Tasten, besserer Innenraum, mehr Reichweite: Der VW ID.3 Neo soll vieles korrigieren, was am bisherigen Modell störte. Doch ganz ohne Schattenseite bleibt das Update nicht.
Geschmäcker sind verschieden, so fair muss man bei der Bewertung eines Autos sein. VW brach mit dem ID.3 jedoch unzweifelhaft mit gleich mehreren Markentraditionen: Das einst schnörkellose Design wurde bei der Einführung des elektrischen Kompakten im Herbst 2020 durch einen eher futuristischen Auftritt ersetzt. Zudem war der ID.3 das erste Fahrzeug auf einer eigens für E-Autos entwickelten Plattform und setzte stärker auf Digitalisierung sowie Bildschirme statt Knöpfe.
Für eine Marke, die lange für einfache Bedienung nach dem Prinzip „einsteigen, starten, losfahren“ stand, war das ein Bruch. Auch für viele Kunden, bei denen das Bedienkonzept und die eher einfache Materialqualität wenig Begeisterung auslösten. Erst ein Facelift brachte etwas mehr Ruhe ins Design, Softwareupdates stabilisierten das System.
Im Video | Das steckt im Facelift von VWs kompaktem E-Auto
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Nun folgt das große Update: Aus dem ID.3 wird der ID.3 Neo. Während VW bei anderen Modellen künftig auf bekannte Namen wie ID. Polo für den neuen Elektro-Kleinwagen oder ID. Tiguan für das Elektro-SUV setzt, bekommt der Kompaktstromer nur einen Namenszusatz – statt zum ID. Golf zu werden. Man wolle die Kunden nicht verwirren, heißt es von VW.
Neue Frontpartie für einen frischen Look
Dabei gehen die Eingriffe in diesem Fall über reine Kosmetik hinaus. Eine komplett neue Frontpartie mit schmalen Scheinwerfern und einem Leuchtenband ersetzt den bisherigen, etwas glubschäugigen Auftritt. Der ID.3 erscheint damit im neuen Licht. Die Heckklappe ist nicht mehr schwarz, sondern in Wagenfarbe gehalten. Nur an der Seitenlinie ändert sich nichts.

Deutlich einschneidender ist jedoch das, was sich beim Blick in den Innenraum zeigt. Der Instrumententräger wurde komplett ausgetauscht. Optisch lehnt er sich an den des T-Roc an und zeigt recht deutlich, was bei VW in den vergangenen Jahren schiefgelaufen ist – und nun wieder korrigiert wurde: Statt einfacher Materialien und wenig intuitiver Bedienung gibt es wieder eine klar strukturierte Armaturentafel, neue Stoffbezüge, zwei größere Displays und eine Schalterleiste unterhalb des zentralen Bildschirms.
Auch die Mittelkonsole wurde neu gestaltet und verfügt jetzt über einen klassischen Lautstärkeregler. Das Lenkrad wurde ebenfalls überarbeitet und setzt wieder auf gut bedienbare Tasten statt reiner Touchflächen. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Eine Kante am Pralltopf war nicht sauber entgratet, zudem passte der glänzende Kunststoff am Gangwahlhebel nicht ganz zum übrigen Erscheinungsbild.















