Sturm wirbelt durch Deutschland
Gemeinde meldet „tragischen Vorfall“
Aktualisiert am 23.10.2026 – 18:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Herbststurm trifft Deutschland. In Rheinland-Pfalz kämpft ein Mensch um sein Leben. Deutschlands größter Freizeitpark stoppt den Betrieb von Achterbahnen.
In Rheinland-Pfalz ist mutmaßlich durch den Sturm ein Baugerüst umgestürzt. Ein Mensch schwebe in Lebensgefahr, ein weiterer sei schwer verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Das Gerüst sei vermutlich von einer starken Windböe umgeweht worden. Details zu den beiden Verletzten nannte er nicht. Im Bereich der Gemeinde Nastätten im Rhein-Lahn-Kreis fand zum Zeitpunkt des Unglücks ein Fest statt, der Oktobermarkt. Bei den Verletzten handele es sich um Besucher, teilte die Gemeinde auf Facebook mit.
Die Gemeinde sprach von einem „tragischen Vorfall“. Es bestehe keine Gefahr für weitere Besucher des Festes. Rettungskräfte waren vor Ort, die Einsatzstelle wurde abgesperrt. Außerdem sollte ein Krisenstab eingerichtet werden.
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Auch andernorts wirkt sich das Wetter auf das Leben der Menschen aus: In Nordrhein-Westfalen ist die Bahnstrecke zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde gesperrt worden. Dort hatte der Sturm eine Oberleitung zerstört. Zwischen Neuss Hauptbahnhof und Meerbusch-Osterath waren die Gleise wegen eines umgestürzten Baums ebenfalls nicht befahrbar. Eine weitere Einschränkung zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen ebenfalls wegen eines umgestürzten Baums sei schon beseitigt, sagte ein Sprecher.
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Bei Pforzheim prallte eine Regionalbahn gegen einen Ast. Der Zug musste auf der Strecke stehen bleiben, verletzt wurde niemand. Notfallmanager der Deutschen Bahn und Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes sowie der Landes- und Bundespolizei machten sich am Nachmittag auf den Weg zur Unfallstelle.
Deutschlands größter Freizeitpark reagierte ebenfalls auf das Wetter. Der Europa-Park in Rust fuhr seinen Betrieb vorübergehend zurück. Wetterbedingt seien die großen Achterbahnen im Außenbereich geschlossen, teilte das Unternehmen mit. Sobald es die Wetterbedingungen zuließen, solle der Betrieb wieder aufgenommen werden. Dies sei ein absolut übliches Vorgehen in der gesamten Freizeitparkbranche, hieß es.
Sturm in Deutschland: Städte mahnen zur Vorsicht
Die Städte Köln und Aachen baten die Menschen, Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu meiden. In Dortmund schließen der Zoo und der Westfalenpark aufgrund der Wetterlage früher als üblich. Der Wildpark Düsseldorf soll am Samstag komplett geschlossen bleiben, wie der WDR berichtete. Die Stadt Bochum warnte ihre Bürger davor, in den Wald zu gehen.
Der Deutsche Wetterdienst gab zahlreiche amtliche Warnungen wegen des Sturms heraus, insbesondere in Westdeutschland. Dort gilt noch bis zum späten Abend die dritthöchste Warnstufe Orange. Mit Böen bis 95 km/h müsse gerechnet werden. Es bestehe Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und herumfliegende Gegenstände. Die Wetterexperten empfehlen, lose Gegenstände zu sichern und beim Aufenthalt im Freien besonders vorsichtig zu sein.













