16 Exemplare getestet
Vor diesen Kindersitzen warnt der ADAC
20.10.2026 – 16:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Der ADAC hat erneut Kindersitze getestet – mit teils erschreckenden Ergebnissen. Zwei Modelle versagten im Crashtest, bei anderen fanden sich bedenkliche Schadstoffe.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat der ADAC zusammen mit der Stiftung Warentest und weiteren europäischen Partnern 16 Babyschalen und Kindersitze getestet. Nachdem bereits zwei Sitze im Crashtest durchgefallen und zurückgerufen worden waren, sind nun die weiteren Ergebnisse bekannt geworden:
In die Bewertung flossen Sicherheit, Handhabung, Ergonomie sowie die Untersuchung auf Schad- und Umweltstoffe ein. Fünf Produkte kommen insgesamt auf die Note „gut“.
- Kindersitze: Bis wann sind sie nötig?
Das sind die Testsieger
Bei den Babyschalen liegt der Maxi-Cosi Coral Slide Pro mit der Isofix-Station Family Fix Slide Pro vorn und erreicht als Testsieger die Gesamtnote 2,1. In der Kategorie Kleinkindersitze steht der Recaro Toron 1 mit der Note 2,3 an der Spitze. Der Maxi-Cosi MobiFix Pro ist im Test das einzige Modell, das auch für ältere Kinder bis sechs Jahre vorgesehen ist und dabei insgesamt gut bewertet wird. Er kann allerdings nur entgegen der Fahrtrichtung montiert werden. Das ist laut Test nicht für jedes Kind passend.
Bei den Schadstoffen blieb nach Angaben der Prüfer nur ein Produkt komplett ohne Beanstandung: der Britax Römer Babysafe Pro, wahlweise mit oder ohne die Vario Base 5Z. Bei den übrigen Sitzen wurden meist nur geringe Spuren einzelner Stoffe festgestellt.

Deutlichere Auffälligkeiten gab es bei zwei Modellen. Im Avionaut Aerofix Smart mit IQ Orbit wurden erhöhte Konzentrationen sogenannter PFAS nachgewiesen, die sich in der Umwelt kaum abbauen und in den Nahrungskreislauf gelangen können. Bei Sitzen von Lionelo und Axkid fanden die Tester zudem höhere Werte von Stoffen, die als potenziell krebserregend gelten; beim Lionelo-Modell blieb der zulässige Grenzwert demnach eingehalten, beim Axkid lag der Wert deutlich darüber.
Zwei Sitze versagten im Crashtest
Noch vor der Veröffentlichung der Ergebnisse warnten die Testpartner vor zwei Modellen: dem Axkid-Sitz und dem Britax Römer Baby-Safe Pro mit der Vario Base 5Z. Beide versagten im Frontalcrash und können bei einem Unfall zu schweren Verletzungen des Kindes im Sitz führen. Nach der Warnung veranlassten beide Anbieter einen Rückruf der betroffenen Produkte.
Zusätzlich nahmen die Testpartner drei Artikel in den Blick, die über Lieferdienste aus dem europäischen Ausland nach Deutschland bestellt werden können, darunter zwei textile Gurtsysteme, die am Fahrzeugsitz angebracht werden und laut Beschreibung die Funktion eines Kindersitzes übernehmen sollen. Unabhängig von der fehlenden Zulassung hielten diese Systeme das Kind im Frontalcrash nicht zurück, was lebensgefährliche Verletzungen nach sich ziehen kann.














