Ausnahmezustand durch Sturmtief
Schwere Unwetter in Spanien: Menschen fliehen auf Dächer
Aktualisiert am 19.10.2026 – 12:04 UhrLesedauer: 2 Min.
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Ein heftiges Sturmtief bringt extreme Regenmengen nach Spanien. In Teilen des Landes gilt Alarmstufe Rot. Auf mehreren Urlaubsinseln fällt der Unterricht aus.
Sturmtief „Adam“ hat in mehreren Regionen Spaniens chaotische Zustände ausgelöst. Auch die Urlaubsinsel Mallorca ist betroffen – es gelten amtliche Warnungen und Urlauber wie Einheimische müssen sich auf Einschränkungen und Gefahren einstellen. „Mallorca Zeitung“ und „Mallorca Magazin“ berichten übereinstimmend, das Militär sei nach Mallorca und Ibiza entsandt worden. Die Notfalleinheit UME sei am Sonntag von ihrem Stützpunkt in Valencia in Richtung der Inseln aufgebrochen, um die Rettungskräfte vor Ort zu unterstützen.
Die Behörden schlugen am Sonntagabend per Handy-Warnung Alarm: „Höchste Vorsicht wegen heftiger Regenfälle und starker Windböen! Vermeiden Sie unnötige Fahrten und Aktivitäten im Freien. Halten Sie sich von Sturzbächen, Bachläufen und überschwemmungsgefährdeten Gebieten fern“, zitierte die „Mallorca Zeitung“ den Inhalt der Warnung.
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Schwere Unwetter in Spanien: Falschmeldungen auf Mallorca
Der Unterricht auf Mallorca falle am Montag aus, Gleiches gelte auf Ibiza und Formentera. Die Universität der Balearen kündigte auf Facebook an, den Betrieb am Montag einzustellen. Die „Mallorca Zeitung“ berichtete zugleich über Falschmeldungen, wonach angeblich auch Arbeitnehmer zu Hause bleiben dürften.
Die Meldung in den sozialen Medien sehe aus, als sei sie von offiziellen Stellen veröffentlicht worden – es handele sich jedoch um eine Täuschung, so die Zeitung. Eine generelle Aussetzung der Arbeit sei nicht angeordnet worden, hieß es.

Unwetter in Spanien: Menschen warten auf Dächern auf Rettung
Am Montagmorgen galten weiterhin zahlreiche amtliche Warnungen. Auf Mallorca wird vor bis zu 160 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden gewarnt. Noch angespannter ist die Lage auf dem Festland in der Region Valencia. Dort hat der Wetterdienst Aemet Alarmstufe Rot ausgerufen. Südlich der Großstadt seien innerhalb von 24 Stunden bis zu 300 Liter Regen pro Quadratmeter zu erwarten.
Besonders heikel war die Lage in Oliva: In der Küstengemeinde rund 70 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Valencia wurden nach Angaben von Bürgermeisterin Yolanda Pastor etwa 2000 Menschen von sieben Campingplätzen evakuiert. Die Feuerwehr rettete Menschen aus überfluteten Gebäuden. „Noch sind aber viele Menschen in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen“, einige seien auf die Dächer geflohen, sagte die Bürgermeisterin im TV-Sender Antena 3.













