„Angst kommt immer wieder hoch“
Motsi Mabuse spricht über Tod ihres Bruders
14.10.2026 – 19:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit vielen Jahren sorgt Motsi Mabuse bei der Tanzshow „Let’s Dance“ für gute Laune. Doch eine familiäre Tragödie beschäftigt sie sehr.
Schon seit fast 20 Jahren gehört Motsi Mabuse zu den beliebtesten Gesichtern im deutschen Fernsehen. Bekannt wurde sie 2007, als sie zunächst als Profitänzerin bei der RTL-Show „Let’s Dance“ teilnahm. 2011 wurde sie dann Mitglied der Jury und sitzt dort regelmäßig neben Joachim Llambi und Jorge González. Dabei fällt sie immer wieder mit ihrer fröhlichen und lebhaften Art auf – doch die Tänzerin treiben auch ganz andere Gedanken um.
Im Interview mit dem Magazin „Bunte“ sprach die 45-Jährige über den Tod ihres älteren Halbbruders Neo, der sich im Alter von 18 Jahren das Leben nahm. Motsi Mabuse war damals elf Jahre alt und lebte mit ihrer Familie in Südafrika nahe Pretoria.
„Sein Tod hat mein Leben verändert“, sagte sie nun der Zeitschrift. „Seitdem halte ich die Menschen, die mir nahestehen, sehr eng bei mir.“ Gleichzeitig habe dieser Verlust in ihr das Gefühl ausgelöst, jeden Tag so leben zu wollen, als könnte es ihr Letzter sein. „Das klingt vielleicht schön, ist aber nicht immer einfach“, ergänzte sie.
Motsi Mabuse hat ihre Familie gern bei sich
Denn wenn ihre Tochter morgens in die Schule gehe, frage sie sich manchmal, ob dies das letzte Mal war, dass sie sie gesehen hat. „Dieser Gedanke erzeugt einen unglaublichen Druck.“ Wenn sie könnte, hätte sie ihre Tochter und ihren Mann „am liebsten permanent bei mir“. „Natürlich weiß ich, dass das nicht möglich ist. Aber diese Angst kommt immer wieder hoch.“
Vor allem mit plötzlichen Abschieden könne sie nur schwer umgehen. Sie brauche lange, um so etwas zu verarbeiten. „Hätte ich diesen Verlust nicht erlebt, wäre ich wahrscheinlich entspannter und unbeschwerter“, meinte sie. „Auf der anderen Seite nehme ich dadurch die schönen Momente in meinem Leben sehr intensiv wahr.“
Motsi Mabuse ist mit ihrem ehemaligen Tanzpartner Evgenij Voznyuk verheiratet. Sie haben eine gemeinsame Tochter, die 2018 auf die Welt kam.
Hinweis der Redaktion: Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.













