In Berlin-Charlottenburg
Wegen Wildschwein-Jagd: Friedhof bleibt geschlossen
14.10.2026 – 09:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Wildschweine richten auf dem Friedhof Ruhleben seit Längerem Schäden an Gräbern und Wegen an. Jetzt sind Jäger im Einsatz.
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf schließt den Friedhof Ruhleben in Berlin am Mittwoch, 21. Oktober, von 7.30 bis 16 Uhr. Grund ist eine Jagdmaßnahme gegen Wildschweine, bei der mit scharfer Munition geschossen wird, wie das Bezirksamt mitteilte. Besucher und Firmen haben während dieser Zeit keinen Zutritt.
Wildschweine beschädigen auf dem Friedhofsgelände seit Längerem Grabstätten, Wege und Grünflächen. Um das Problem einzudämmen, arbeitet der Friedhof mit einem Stadtjäger zusammen. Dabei wurden unter anderem eine Kirrung, eine Suhle und ein Kratzstamm eingerichtet sowie eine Wildkamera installiert, um die Bewegungen der Tiere zu beobachten. Seit Beginn der Maßnahmen wurden insgesamt sieben Wildschweine auf dem Gelände erlegt.
Tor geschlossen, Warnung an Besucher: Friedhof reagiert
Nicht alle Tiere dürfen jedoch bejagt werden. Bachen mit noch nicht selbstständigen Jungtieren stehen unter gesetzlichem Schutz. Im Juni hatte der Friedhof bei der Senatsverwaltung einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt, um auch diese Tiere bejagen zu dürfen. Der Antrag wurde allerdings abgelehnt. Gleichzeitig bestätigte die Senatsverwaltung, dass andere Wildschweine grundsätzlich ganzjährig bejagt werden können.
Parallel zur Jagd gibt es auf dem Friedhof Sicherungsmaßnahmen gegen die Wildschweine. So ist etwa ein Rolltor im Bereich des Krematoriums dauerhaft geschlossen und lässt sich nur noch per Klingel öffnen.
Bei der Überprüfung der Zäune habe sich herausgestellt, dass die Wildschweine ältere Maschendrahtzäune teilweise anheben und unterqueren können, hieß es vom Bezirksamt. Diese Zäune würden deshalb durch Stabgitterzäune ersetzt. An den Eingängen informiert der Friedhof Besucher außerdem über das richtige Verhalten bei einer Begegnung mit Wildschweinen.














