„Ich habe trotzdem weitergearbeitet“
Sebastian Lege macht schwere Erkrankung öffentlich
Aktualisiert am 13.10.2026 – 12:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Sebastian Lege steht nach seinen Vorwürfen gegen das ZDF in den Schlagzeilen. Jetzt kommt heraus: Der TV-Koch verbarg jahrelang eine ernste Erkrankung.
Knapp zehn Jahre lang stand Sebastian Lege für das ZDF vor der Kamera und deckte auf, was in Lebensmitteln steckt. Dass er in dieser Zeit mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, offenbarte der 47-Jährige jetzt in einem Interview mit der „Bild“.
Lege erkrankte an Krebs. „Ich hatte vor sechs Jahren zum zweiten Mal Lymphdrüsenkrebs und habe trotzdem weitergearbeitet“, sagte er. Beim zweiten Mal habe er trotzdem weitergearbeitet: morgens bekam er eine Chemotherapie, nachmittags drehte er. „Das war für mich ganz normal“, so Lege.
ZDF-Star Sebastian Lege: „Irgendwann war ich tief frustriert“
Bereits 2003 hatte Lege zum ersten Mal die Diagnose erhalten. Die Chemotherapie damals traf ihn hart. Er erinnert sich: „Ich weiß noch, wie ich danach auf dem Parkplatz der Uniklinik Düsseldorf saß und nicht mehr wusste, wo hinten und vorne ist.“ Die späteren Behandlungen habe er besser vertragen.
- Sebastian Lege: TV-Koch rechnet mit dem ZDF ab
Äußerlich war ihm die Erkrankung beim zweiten Mal kaum anzusehen, obwohl er einen Teil seiner Haare verlor. Lege reagierte pragmatisch: Er rasierte sich die restlichen Haare ab und trug ein Käppi. „Darüber habe ich aber nie eine große Welle geschoben“, sagte er.

Statt einer Hochdosis-Therapie entschied er sich für eine Behandlung mit Antikörpern. Seine zuletzt gemessenen Blutwerte seien optimal gewesen. „Ich bin heute jeden Tag dankbar, dass ich noch Lebenszeit habe.“ Er habe „so viele schöne Momente“ erlebt und hoffe, dass noch viele weitere hinzukommen.
Jetzt schaue er weiter nach vorn – was in dem Fall auch bedeutet, in Richtung RTL. Denn Sebastian Lege wird ab nächstem Jahr im Privatfernsehen zu sehen sein. Mit seinem alten Arbeitgeber hat er abgeschlossen: „Irgendwann war ich tief frustriert und auch richtig traurig“, sagt er über die Zeit. Also beschloss er, die Reißleine zu ziehen.















