STX Concept
Opel zeigt seine Kombi-Zukunft
12.10.2026 – 10:38 UhrLesedauer: 3 Min.
Opel bekennt sich zum Kombi. Auf dem Pariser Autosalon zeigt die Marke mit dem STX Concept, wie die Karosserieform künftig aussehen könnte.
Unter der Woche Werkzeug und Material, am Wochenende die Familie samt Ausflugsgepäck: Mit diesem doppelten Auftrag machte Opel den Kombi groß. 1953 kam der Olympia Rekord Caravan als erster Großserien-Kombi eines deutschen Herstellers auf den Markt. Der Name verband „Car“ und „Van“, Personen- und Lieferwagen. Zehn Jahre später folgte der Kadett Caravan. Aus den Lastenträgern wurden Reiseautos, aus dem Caravan schließlich der Sports Tourer.

Mit dem STX Concept bekennt sich die Marke zum Kombi, obwohl ihr Modellprogramm mit Mokka, Frontera und Grandland zunehmend von SUVs geprägt ist. Gerade im deutschen Geschäft mit Firmen- und Flottenkunden bleibt die flachere Karosserieform wichtig. Wer beruflich viel unterwegs ist, benötigt Platz, Langstreckenkomfort und einen überschaubaren Verbrauch. Nach Beobachtungen von Opel bleiben viele dieser Kunden dem Kombi treu. Nicht jeder will höher sitzen.
Beim Elektroantrieb spricht ebenfalls einiges für das flache Format. Eine kleinere Stirnfläche hilft, den Luftwiderstand zu senken, was besonders bei Autobahntempo Strom spart. Die Designer rechnen zudem damit, dass künftig flachere Batteriepakete wieder niedrigere Autos ermöglichen.
Rund drei Meter Radstand
Der knapp 4,70 Meter lange STX führt vor, wie ein solcher Elektro-Kombi aussehen kann. Das Kürzel steht für Sports Tourer Experimental. Sein Radstand misst laut Designteam annähernd drei Meter. Dazu kommen ein kurzer Frontüberhang, eine lange Haube, weit ausgestellte Radhäuser und ein weit nach hinten gezogenes Dach. Auf Bildern wirkt die Studie dadurch größer, als sie tatsächlich ist. Das steil abfallende Heck lässt Raum fürs Gepäck, statt ihn einer coupéartig abgesenkten Dachlinie zu opfern.

Ein vorweggenommener Astra-Nachfolger ist der STX allerdings nicht. Opel bezeichnet ihn als Markenkonzept. Einzelne Designelemente sollen schrittweise in Serienmodelle einziehen, auch in SUVs. Welche Baureihe damit beginnt und wann sie kommt, bleibt offen.
Klassischer Kühlergrill wird ersetzt
Besonders deutlich wird die neue Richtung an der Front. Dort entwickelt Opel den sogenannten Vizor weiter. Gemeint ist die breite Blende unterhalb der Motorhaube, die Scheinwerfer und Markenlogo optisch zusammenfasst und den klassischen Kühlergrill einbindet beziehungsweise ersetzt. Der Name spielt auf das Visier eines Helms an. In die Serie kam dieses Gesicht mit dem 2020 vorgestellten Mokka; als historische Anregung diente die Front des ersten Manta.















