„Offenbar ja“
Reinhold Messner bestieg Achttausender mit Herzfehler
11.10.2026 – 16:41 UhrLesedauer: 1 Min.
Erst nach einer OP erfuhr Reinhold Messner von einem Defekt. Bei seinen Abenteuern war der Herzfehler unwissentlich sein ständiger Begleiter.
Jahrzehntelang erklomm Reinhold Messner die höchsten Gipfel der Erde: mehr als 100 Expeditionen, darunter alle 14 Achttausender. Dass sein Herz dabei nicht vollständig funktionierte, wusste der Bergsteiger nicht.
Im Interview mit dem „Spiegel“ hat der 82-Jährige nun offenbart, dass bei ihm eine Herzklappeninsuffizienz vorliegt. Die Diagnose habe er erst nach dem Einsatz eines Herzschrittmachers erhalten.
Auslöser sei ein Vorfall bei einer Veranstaltung gewesen. „Ich bin bei einem Empfang zusammengesackt, mein Puls war sehr niedrig“, schilderte Messner dem Nachrichtenmagazin. Zwei Tage später hätten Ärzte ihm einen Herzschrittmacher eingesetzt.
Reinhold Messners Herzfehler ist offenbar angeboren
„Danach habe ich erfahren, dass ich einen angeborenen Herzfehler habe“, sagte er. Die Ärzte hätten ihm erklärt, was das konkret bedeute. Messner fasste es im Interview so zusammen: „Durch eine Herzklappeninsuffizienz fließen 20 Prozent des Blutes nicht in die vorgesehene Richtung.“
Den Herzschrittmacher erlebt Messner nach eigenen Worten nicht als Belastung, sondern als Hilfe im Alltag. Mit dem Gerät lebe er „heute sehr gut“. Auf die Frage, ob er „mit einem Herzfehler auf die höchsten Berge der Welt gestiegen“ sei, antwortete Messner: „Offenbar ja.“
Als Kind ist Reinhold Messer im Bus ohnmächtig geworden
Als die Ärzte ihm das erklärt hätten, habe er sich daran erinnert, dass ihm schon als Kind manchmal schwindlig gewesen sei und er einmal im Bus ohnmächtig geworden sei. Messner sagte dem Magazin: „Trotzdem hat mich dieses Herz über Jahrzehnte durch mein Leben getragen, bei mehr als 100 Expeditionen. Wenn ich heute darauf zurückblicke, empfinde ich vor allem Staunen.“













