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Enthüllung über Schröders neuen Arbeitgeber
11.10.2026 – 10:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder ist wieder für ein russisches Unternehmen tätig. Alte Behördenmeldungen werfen Fragen zur Rolle der Supermarktkette Globus bei Hilfsaktionen für mobilisierte Soldaten auf.
Russische Behörden hatten die Supermarktkette Globus bereits im Jahr 2022 unter den Unterstützern mobilisierter Soldaten und ihrer Familien aufgeführt. Das berichtete das russische Investigativmedium „The Insider“ unter Berufung auf Behördenmeldungen aus der russischen Region Jaroslawl.
Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) wurde erst Ende September in den Aufsichtsrat der russischen Betreibergesellschaft Hyperglobus berufen.
Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Unterstützung gehörte das Russlandgeschäft noch zur deutschen Globus-Gruppe. Diese hatte ihren Verbleib in Russland nach Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine mit der Versorgung der Zivilbevölkerung begründet.
Globus in russischen Behördenmeldungen erwähnt
Laut einer Veröffentlichung vom 27. Oktober 2022 stellten Unternehmen in der Region Jaroslawl insgesamt mehr als 50 Tonnen Hilfsgüter bereit. Unter den beteiligten Handelsketten wurde ausdrücklich auch Globus genannt. Eine weitere Meldung der regionalen Industrie- und Handelskammer vom Dezember 2022 führte Globus erneut unter den Unterstützern russischer Kriegsteilnehmer auf.
Beide Veröffentlichungen berufen sich auf Angaben der Regionalbehörden. Was Globus konkret zu der Hilfsaktion beitrug und ob mögliche Warenlieferungen an Soldaten oder deren Familien gingen, lässt sich daraus nicht feststellen. Auch eine direkte Lieferung an die Front ist nicht belegt.
Globus verwies auf Versorgung der Zivilbevölkerung
In einer Mitteilung von 2023 erklärte die deutsche Globus-Gruppe, ihre Lebensmittelmärkte leisteten in Russland weiterhin einen Beitrag zur „Grundversorgung der Zivilbevölkerung“. Das Unternehmen hatte seine Investitionen dort nach Kriegsbeginn deutlich reduziert, die Geschäfte aber nicht eingestellt.
Erst Anfang 2025 wurde das Russlandgeschäft rechtlich und operativ ausgegliedert. Die bisherigen Gesellschafter blieben jedoch beteiligt.

Ob die damalige deutsche Konzernführung von der von russischen Behörden gemeldeten Beteiligung an den Hilfsaktionen wusste, ist unklar. Aus den vorliegenden Veröffentlichungen geht auch nicht hervor, ob Globus sich nach 2022 an weiteren solchen Aktionen beteiligte.
Schröder hatte am 7. Oktober einen Globus-Markt in Moskau besucht. Während seiner Reise traf er auch Kremlchef Wladimir Putin. In seiner neuen Funktion soll Schröder die strategische Entwicklung der russischen Kette begleiten.














