Trainereinstand in der 2. Liga
Wagner nach Debüt-Pleite: Mit einem Satz erklärt er seinen Hannover-Plan
10.10.2026 – 18:19 UhrLesedauer: 2 Min.
0:3 beim 1. FC Magdeburg – Sandro Wagners Einstand als Trainer von Hannover 96 geht schief. Danach findet er klare Worte zur Fehlerkultur.
Sandro Wagners Debüt als Cheftrainer von Hannover 96 ist in die Hose gegangen. Der Zweitligist verlor am Samstag beim 1. FC Magdeburg mit 0:3 (0:2) und rutschte auf Tabellenplatz zwölf ab.
Wagner sagte nach dem Spiel bei Sky, man habe sich „viel vorgenommen“ und sei „maximal unglücklich gestartet“. Trainer und Team seien nach der Niederlage „sauer und traurig“.
Wagner: „Kultur, wo man sich was traut“
Wagner bezeichnete Fußball als „Fehlersport“ und erklärte seinen Ansatz mit einem klaren Satz: „Ich will, dass wir Fehler machen.“ Weiter sagte er: „Wir müssen eine Kultur haben, wo man sich was traut. Wenn man nichts mehr machen darf, wird es schwierig.“ Sein Engagement in Hannover stehe vor allem unter der Überschrift Entwicklung. Man dürfe bei Siegen nicht ausflippen und bei Niederlagen nicht alles schlechtreden. „Wir müssen sehen, dass wir zusammen etwas Cooles erarbeiten.“

Wagners Debütspiel am Samstag begann ernüchternd: Bereits in der dritten Minute lag Hannover zurück. Torhüter Leo Weinkauf, der gegenüber Pascal Loretz den Vorzug erhalten hatte, spielte Franz Roggow mit einem riskanten Pass unter Druck. Den anschließenden Klärungsversuch lenkte Moritz-Broni Kwarteng ins eigene Tor.
Emmanuel Iyoha erhöhte in der 30. Minute auf 2:0. Vor 26.502 Zuschauern gelang es den Niedersachsen danach nicht, das Spiel zu drehen. Mateusz Zukowski sorgte in der 86. Minute per Konter für den Endstand. Magdeburg kletterte durch den Sieg auf Tabellenplatz vier.
Auffällig war das intensive Pressing der Hannoveraner, mit dem sie dem FCM Stress bereiteten. In der Defensive unterliefen den Gästen jedoch zu viele individuelle Fehler, die Magdeburg konsequent bestrafte. Nach der Pause wartete der Gastgeber ab. Marcel Hartel traf in der 72. Minute nur den Pfosten, mehr kam von Hannover nicht.
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht: Am kommenden Samstag empfängt Hannover 96 im heimischen Stadion den Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli.














