Mutmaßlich antisemitischer Angriff
Jugendliche attackieren Rollstuhlfahrer mehrfach mit Pfefferspray
10.10.2026 – 12:39 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Ladeninhaber wird in seinem Geschäft wiederholt angegriffen. Der Staatsschutz prüft einen antisemitischen Hintergrund.
In Berlin-Kreuzberg haben Jugendliche einen 67-jährigen Geschäftsinhaber wiederholt angegriffen. Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen, teilt die Polizei mit. Er prüft einen antisemitischen Hintergrund der Attacken.
Die Vorfälle ereigneten sich in der Falckensteinstraße. Nach Angaben des Geschädigten habe er seit Anfang Oktober Aushänge gegen Judenhass in seinem Schaufenster angebracht. Die Plakate stünden im Zusammenhang mit dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023.
Angreifer kehren zurück – und schlagen erneut zu
Am Dienstag (7. Oktober) sollen gegen 19.20 Uhr etwa sechs Jugendliche in dem Laden erschienen sein. Sie sollen den Rollstuhlfahrer beleidigt und mit Pfefferspray besprüht haben. Am Mittwoch (8. Oktober) gegen 19 Uhr sollen erneut bis zu sechs Jugendliche aufgetaucht sein. Sie sollen ihn abermals mit Pfefferspray attackiert haben.
Als der 67-Jährige um Hilfe gerufen habe, sollen die Angreifer zunächst geflüchtet sein. Kurz darauf sollen die Tatverdächtigen zurückgekehrt sein. Sie sollen den Mann erneut mit Pfefferspray angegriffen und geschlagen haben. Der Geschädigte klagte über Schmerzen im Gesicht.
Jugendliche sollen gegen Geschäft getreten und geschlagen haben
Laut Zeugenaussagen seien am Freitagabend (9. Oktober) bis zu acht Jugendliche auf E-Scootern zu dem Geschäft gefahren. Sie hätten mit Fäusten und Füßen gegen die Eingangstür geschlagen und getreten. Die Tür wurde dabei beschädigt.
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung.














