Tennisstar aus Hamburg
Trotz Schrecksekunde: Zverev vor historischem Erfolg
09.10.2026 – 10:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Schreckmoment kann Alexander Zverev nicht stoppen. In Shanghai könnte für den Hamburger Tennisprofi ein großer Traum wahr werden.
Trotz einer Schrecksekunde ist Alexander Zverev erfolgreich ins Masters von Shanghai gestartet. Der Deutsche setzte sich am Freitag mit 6:4, 7:6 (7:4) gegen Lokalmatador Wu Yibing durch. Zverev, der im zweiten Satz mit dem linken Fuß leicht umknickte und kurz auf dem Platz sitzen blieb, will mindestens das Halbfinale erreichen. Dann wäre er laut Berechnungen der Spielerorganisation ATP zum Jahresende sicher die Nummer eins der Welt.
„Ich bin sehr froh darüber, dass ich es heute in zwei Sätzen geschafft habe. Er geht voll auf jeden Ball, ich habe aber gut serviert“, sagte Zverev nach seinem Auftaktsieg. Er kann in der 25-Millionen-Metropole im Rennen mit Jannik Sinner viel Boden gutmachen. Der Südtiroler, aktuell an der Spitze der Weltrangliste, hat seine Saison wegen Knieproblemen vorzeitig beendet und wird deshalb weitere Punkte verlieren.
„Ein Gesprächsthema für alle“
Zverev hat damit gute Chancen, als erster deutscher Profi seit Boris Becker die Spitze der Weltrangliste zu erreichen. „Es ist im Moment ein Gesprächsthema für alle“, hatte er vor seinem Turnierstart gesagt. Der Olympiasieger von Tokio kann das Thema nicht völlig ausblenden, betonte aber, dass er sich auf seine eigenen Spiele konzentrieren wolle – zunächst auf das Duell mit Wu.
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Im ersten Satz überzeugte der Favorit vor allem mit seinem Aufschlag. Zverev brachte 74 Prozent seiner wuchtigen ersten Aufschläge ins Feld und ließ keine Breakchance zu. Im zweiten Durchgang nahm er seinem Kontrahenten gleich den Aufschlag ab, doch Wu kam noch einmal zurück und gestaltete das Duell ausgeglichener. Beim Stand von 5:5 knickte Zverev mit dem linken Fuß leicht um und blieb kurz auf dem Platz sitzen. Nach der Schrecksekunde bewegte er sich aber schnell wieder gut.
2019 war Zverev in Shanghai ins Finale vorgestoßen. Ein ähnlich starkes Ergebnis würde ihm zum Jahresende die Nummer eins sichern – und die Chance eröffnen, schon beim Turnier in Wien (26. Oktober bis 1. November) an die Spitze zu springen.















