„Du bist hier nicht zu Hause“
Parteifunktionär beleidigt Influencer auf der Wiesn rassistisch
03.10.2026 – 17:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Parteifunktionär aus Österreich beleidigt auf der Wiesn einen dunkelhäutigen Influencer rassistisch. Ein Video des Vorfalls verbreitet sich schnell in den sozialen Medien.
Ein Video vom Münchner Oktoberfest schlägt aktuell auf Social Media hohe Wellen. In dem Clip, den der Influencer „c.adaamm“ am Donnerstag auf seinem Instagram-Account veröffentlicht hat, wird er von einem Mann rassistisch beleidigt. Wie mehrere österreichische Medien berichten, soll es sich bei diesem um einen Funktionär der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) aus dem Bezirk Innsbruck-Land handeln.
Zunächst beginnt das Gespräch noch harmlos. Der Influencer spricht den Mann, der nach Recherchen der Münchner Lokalredaktion von t-online Geschäftsführer eines Gemüsebauernhofs ist und Andreas N. heißt, sowie dessen zwei Begleiter auf der Theresienwiese an. Er möchte von ihnen wissen, wie viel Geld sie schon ausgegeben haben. Die Antwort: „2.500 Euro.“ Dann will N. von dem dunkelhäutigen Influencer (42.900 Follower) wissen, woher dieser kommt. „Wo bist denn du her?“, fragt er.
ÖVP-Funktionär: Deutsche sind „weiß“
Mit dessen Antwort, aus München zu kommen, gibt er sich jedoch nicht zufrieden. „Spaß beiseite, wo kommst du her?“, hakt er nach und zählt anschließend selbst mehrere afrikanische Länder auf. Im weiteren Verlauf des Gesprächs kippt die Stimmung zunehmend. „Wie wär’s, wenn du einfach mal nach Hause gehst?“, sagt der Mann aus Österreich.
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Als „c.adaamm“ ihm entgegnet, er sei hier zu Hause, sagt der ÖVP-Funktionär schließlich: „Du bist hier nicht zu Hause. Weißt du, wer hier zu Hause ist? Die Deutschen.“ Auf die Frage des Influencers, wie denn seiner Meinung nach Deutsche aussehen würden, antwortet er: „Weiß.“ Anschließend wird der Tiroler von seinen Begleitern weggezogen.
ÖVP-Politiker entschuldigt sich für Fehlverhalten
Inzwischen hat sich N. für sein Verhalten entschuldigt. In einem Statement auf Social Media erklärte er, „leider Gottes“ Dummheiten von sich gegeben zu haben, die nicht seine Werte widerspiegeln würden. Seinen Zustand führte er auf zu viel Alkohol zurück. Er habe „Sachen gesagt, die absolut inakzeptabel und nicht in Ordnung sind“. Er müsse und wolle sich bei allen „für das Fehlverhalten“ entschuldigen.
Die ÖVP hat sich bislang nicht öffentlich zu den Äußerungen ihres Funktionärs geäußert. Der Verein der Tiroler Gemüsebauern, dem Andreas N. angehört, veröffentlichte dagegen eine Stellungnahme in den sozialen Medien. Darin distanziert sich der Verein „ausdrücklich“ von den rassistischen Aussagen. Diese stünden im Widerspruch zu den Werten des Vereins.














