In ehemaligem Atomkraftwerk
Hier entsteht ein neues Zwischenlager für Atommüll
Aktualisiert am 02.10.2026 – 14:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Um die Lagerung von nuklearem Abfall gibt es immer wieder Diskussionen. Eine Teillösung hat nun die Landesregierung von Schleswig-Holstein gefunden.
Am stillgelegten Atomkraftwerk Krümmel in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) kann ein Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebaut werden. Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) übergab die dafür notwendige Genehmigung. Radioaktive Abfälle aus dem Rückbau des Kraftwerks, die keine Wärme entwickeln, sollen in dem Zwischenlager untergebracht werden, teilte das Umweltministerium mit. Später sollen die Stoffe in das Endlager Schacht Konrad im niedersächsischen Salzgitter gebracht werden.
Mit der Genehmigung für das Zwischenlager seien in Krümmel alle erforderlichen atomrechtlichen Genehmigungen erteilt, erklärte Goldschmidt. „Wir sind absolut im Zeitplan. Der Atomausstieg in Schleswig-Holstein geht heute einen weiteren großen Schritt voran“, so der Umweltminister.
Sicherheit oberste Priorität
Frühere Generationen hätten von den Vorteilen der Atomenergie profitiert. Die Hinterlassenschaften dieser Technologie seien eine schwere Hypothek für die heutige Generation. „Deshalb ist höchstmögliche Sicherheit meine absolute Priorität beim Rückbau der Anlagen“, betonte der Minister. „Auf den Kraftwerksstandorten leisten alle, die am Rückbau mitwirken, einen wichtigen Dienst an den Menschen in unserem Land.“
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Das Zwischenlager wird von der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) betrieben. Dort sollen etwa 8.000 Tonnen radioaktive Abfälle aus dem Kernkraftwerk Krümmel eingelagert werden. Da die Abfälle bereits in der Anlage auf dem Gelände seien, ändere sich an der Strahlenbelastung außerhalb nichts. Die Aufsichtsbehörde werde prüfen, dass die im Strahlenschutzgesetz festgelegten Grenzwerte nicht überschritten würden.
Schacht Konrad solle laut Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in den 2030er-Jahren in Betrieb gehen, teilte das Ministerium mit. Der Abbau in Krümmel soll bis 2037 abgeschlossen werden.














