Hinrichtung von Christa Pike
Die Polizei fand ein Schädelstück in ihrer Jacke
Aktualisiert am 01.10.2026 – 14:22 UhrLesedauer: 3 Min.
Seit knapp drei Jahrzehnten wartet die US-Amerikanerin Christa Pike auf ihre Hinrichtung. Ihr Opfer wurde keine 20 Jahre alt.
Nach fast 30 Jahren im Todestrakt sollte die Hinrichtung von Christa Pike am Mittwoch vollstreckt werden. Wie die Anwälte der 50-Jährigen kurz nach dem angesetzten Termin bekannt gaben, kam es dabei allerdings zu Komplikationen: Pike wurden zwei Giftspritzen verabreicht, trotzdem lebte sie weiter.
Nun soll sich die verurteilte Mörderin in einer Klinik befinden – Genaueres zu ihrem gesundheitlichen Zustand ist nicht bekannt.
- Nach Jahrzehnten im Todestrakt: 77-Jähriger kommt vorerst frei
- „Das Schlimmste, das wir je gesehen haben“: Hinrichtungsversuch endet im Chaos
Schon davor war der Fall in den Schlagzeilen: Wie die Regierung von Tennessee auf ihrer Webseite schreibt, ist Pike die einzige Frau, die in dem Bundesstaat auf ihre Hinrichtung wartet. Laut der Forschungseinrichtung Cornell Center on the Death Penalty Worldwide wurde in dem Bundesstaat eine Frau zuletzt 1819 hingerichtet.
Christa Pike wurde 1996 verurteilt, ein Jahr nach der Tat. Ein Gericht in Tennessee hatte sie des Mordes an einer Mitschülerin für schuldig befunden. Pike war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt, Colleen Slemmer – das Opfer – war 19 Jahre alt.
Pike soll Colleen Slemmer gemeinsam mit ihrem damaligen Freund Tadaryl Shipp und einer weiteren Teenagerin in einen abgelegenen Bereich gelockt haben; dort folterten Pike und Shipp das Opfer, bevor Pike es tötete. Pike gestand die Tat damals. Auch heute streitet sie den Mord nicht ab.
Mord mit Cuttermesser und Asphaltbrocken
Die drei Täter hatten Slemmer in einem Ausbildungsprogramm in Tennessee kennengelernt. Wie US-Medien berichten, lebten die vier in demselben Wohnheim. Slemmer stammte aus Florida.
Kurz vor der Tat soll die 19-Jährige noch mit ihrer Mutter telefoniert haben. Wegen der schlechten Verbindung sei das Telefonat abgebrochen; als die Mutter Slemmer später wieder zu erreichen versuchte, soll die Teenagerin schon tot gewesen sein.

Nachdem die drei Täter Slemmer in ein Waldstück nahe dem Campus der University of Tennessee gelockt hatten, attackierten Pike und Shipp sie mit einem Cuttermesser. Es hieß, einer der Täter soll ihr ein Pentagramm in die Brust geschnitten haben. Gerade Letzteres sorgte für große Medienaufmerksamkeit: Das Symbol wird mit satanistischen Gruppen in Verbindung gebracht.
Mit einem großen Asphaltbrocken schlug Christa Pike wiederholt auf Colleen Slemmers Kopf ein, dabei brach ein Stück aus ihrem Schädel. Das Schädelstück wurde später in einer Jacke von Pike gefunden. Bevor die Polizei sie festnahm, soll sie es mindestens einer weiteren Person gezeigt haben.














