Bei Türkei-Reise
Überraschendes Treffen von Wüst und Erdoğan geplant
Aktualisiert am 28.09.2026 – 14:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Hendrik Wüsts Türkei-Reise bekommt kurzfristig ein hochrangiges Treffen. Der NRW-Ministerpräsident soll in Ankara von Präsident Recep Tayyip Erdoğan empfangen werden.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat bei seiner Türkei-Reise überraschend ein Treffen mit Präsident Recep Tayyip Erdoğan in sein Programm bekommen. Der türkische Staatschef soll Wüst in Ankara empfangen, wie es am Montag aus dessen Delegation hieß. Bei dem Gespräch soll es um die engen Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Türkei, die wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie aktuelle politische Fragen gehen.
Das Treffen mit Erdoğan war im ursprünglich veröffentlichten Reiseprogramm nicht vorgesehen. Wüst ist am Montag zu einem dreitägigen Besuch in die Türkei aufgebrochen und reist mit einer größeren Wirtschaftsdelegation nach Ankara und Istanbul. Es ist nach Angaben der Staatskanzlei der erste offizielle Türkei-Besuch eines amtierenden nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten.
Wüst will „neues Kapitel“ aufschlagen
Zu Beginn seiner Reise hatte Wüst für engere Beziehungen zur Türkei geworben. Man wolle „den Blick auf das Positive richten für eine gestärkte Zusammenarbeit in der Zukunft“, sagte Wüst. In einer engen Partnerschaft ließen sich auch kritische Fragen leichter ansprechen. Der CDU-Politiker sprach davon, ein „neues Kapitel“ in den Beziehungen aufschlagen zu wollen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Wirtschaft. Das jährliche Handelsvolumen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Türkei liegt bei rund zehn bis zwölf Milliarden Euro. Mehr als 1.200 türkische Unternehmen sind nach Angaben der Landesregierung in NRW aktiv. Die Türkei ist für das Bundesland nach China und den USA der drittwichtigste Handelspartner außerhalb Europas.
Anlass der Reise sind unter anderem der 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens und das 80-jährige Bestehen NRWs. In Ankara stehen neben politischen Gesprächen unter anderem ein Besuch beim Düsseldorfer Unternehmen Henkel und ein Termin am Atatürk-Museum auf dem Programm. Am Dienstag reist Wüst weiter nach Istanbul, wo unter anderem eine Wirtschaftskonferenz geplant ist.















