Ausstellung bleibt geöffnet
DinoXperience in Königswinter ist insolvent
24.09.2026 – 15:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Nur ein halbes Jahr nach der Eröffnung meldet der Betreiber einer Dino-Erlebnisausstellung in NRW Insolvenz an. 55 Mitarbeiter sind betroffen.
Die Erlebnisausstellung DinoXperience im nordrhein-westfälischen Königswinter ist insolvent. Der Betreiber, die Edutain AG aus Köln, stellte bereits Ende August einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Bonner Amtsgericht – nur rund ein halbes Jahr nach der Eröffnung im März 2026.
Das Bonner Gericht bestellte Nada Nasser zur vorläufigen Insolvenzverwalterin. Sie betont, dass der Betrieb vorerst weiterläuft: Tickets werden weiterhin verkauft, die Ausstellung bleibt regulär geöffnet. „Für die Besucherinnen und Besucher ändert sich durch das vorläufige Insolvenzverfahren nichts“, teilte Nasser mit.
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55 Mitarbeitende erhalten Insolvenzgeld
Von der Insolvenz sind 55 Beschäftigte betroffen. Sie erhalten für bis zu drei Monate Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit – eine gesetzlich vorgesehene Überbrückungsleistung, die Löhne und Gehälter in der Insolvenzphase ersetzt. Als Ursache für die finanzielle Schieflage nennt Insolvenzverwalterin Nasser mehrere verzögerte oder nicht vollständig umgesetzte Projekte. Ob das Unternehmen fortgeführt werden kann und ob Investoren gefunden werden, wird derzeit geprüft.
Die Ausstellung hatte von Beginn an mit durchwachsenen Bewertungen zu kämpfen. Im Netz kritisierten Besucher vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine aus ihrer Sicht wenig aufwendige Inszenierung. Andere zeigten sich hingegen zufrieden. Königswinters Bürgermeisterin Heike Jüngling bestätigte das gespaltene Bild: „Einige sind gern hierhin gekommen, einige hatten auch Kritik – aber grundsätzlich sind viele gekommen, um sich das anzuschauen.“
Das Gebäude, in dem die DinoXperience residiert, hat eine bewegte Geschichte. Das Sea Life Königswinter schloss dort Ende 2022 nach rund 17 Jahren – als Gründe nannte der damalige Betreiber die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sowie gestiegene Lohn- und Betriebskosten. Anschließend stand das Gebäude mehr als drei Jahre leer, bevor die Edutain AG es Ende März 2026 neu bespielt hatte.















