„Ist irre“
Felssturz an der Zugspitze – gewaltige Staubwolke hüllt Gipfel ein
23.09.2026 – 09:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Felssturz erschüttert die Zugspitze, eine Staubwolke ist kilometerweit zu sehen. Noch Stunden später löst sich Gestein vom Berg. Die Dimension ist ungewöhnlich.
Eine gewaltige Staubwolke stieg an der Zugspitze auf, noch aus mehreren Kilometern Entfernung war sie zu sehen. Am Dienstagnachmittag hatten sich an Deutschlands höchstem Berg größere Felsmassen gelöst. Doch nach dem ersten Abbruch kehrte keine Ruhe ein: Über Stunden stürzte immer wieder Gestein in die Tiefe.
Andreas Neuner beobachtete das Geschehen aus der Ferne. Noch nach 18 Uhr hörte der Grainauer, wie sich Material vom Berg löste, und sah neuen Staub aufsteigen. Das Geräusch verglich er in einem Gespräch mit dem Münchner „Merkur“ mit einem „Feuerwerk, das aus der Ferne“ zu hören sei.
Auch Grainaus Bürgermeister Stephan Märkl machte sich ein Bild von der Lage. „Da bricht immer noch was runter. Es scheppert immer noch gewaltig, das ist brutal“, sagte er dem Nachrichtenportal. Die betroffene Flanke der Zugspitze lag zu diesem Zeitpunkt hinter einer Staubwolke. „Ist irre“, sagte Märkl. „Das weht’s zu uns rüber.“
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An welcher Seite der Zugspitze der Fels abbracht, ist unklar
Wo genau sich die Felsmassen gelöst hatten, war zunächst unklar. Neuner hielt einen Abbruch auf deutscher Seite für möglich. Märkl vermutete dagegen, dass die Tiroler Seite der Zugspitze betroffen war. Davon ging auch Anton Vogg von der Grainauer Bergwacht aus.
Am Mittwochmorgen war die Lage noch nicht vollständig geklärt. Das betroffene Gebiet ist schwer zugänglich und die Abbruchstelle aus der Ferne nur schlecht einzusehen. Zudem lösen sich weiterhin Felsen. „Da löst sich immer wieder was“, sagte Franz Dörfler, stellvertretender Bereitschaftsleiter der Bergwacht Grainau, der Deutschen Presse-Agentur. „Anscheinend bröselt es jetzt auch wieder nach.“
Immer wieder Felsabbrüche an der Zugspitze
Felsabbrüche sind an der Zugspitze grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Die Dimension dieses Ereignisses fiel nach Einschätzung der Bergwacht jedoch aus dem Rahmen. „In dem Ausmaß ist es definitiv nicht öfter, aber es ist auch nicht überraschend“, sagte Dörfler.
Verletzt wurde nach den vorliegenden Angaben niemand. Auch Gebäude und Wege waren laut Bergwacht nicht betroffen.













