Neue Umfrage
Mehrheit spricht sich für Rücktritt von Friedrich Merz aus
Aktualisiert am 23.09.2026 – 05:41 UhrLesedauer: 3 Min.
Eine Mehrheit der Deutschen fordert laut einer aktuellen Umfrage den Rücktritt von Friedrich Merz als Bundeskanzler.
Nach dem Wahldebakel in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen hat die Kritik in der eigenen Partei an Bundeskanzler Friedrich Merz zugenommen. Am vergangenen Sonntag flog die CDU dann auch noch in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Landtag und wurde in Berlin von der Linken von Platz eins im Parlament verdrängt.
Der Kanzler steht unter Druck. Denn auch laut den Ergebnissen von Umfragen aus den vergangenen Wochen ist Merz so unbeliebt wie kein Bundeskanzler vor ihm. Die aktuellen Zahlen des Forsa-Trendbarometers für RTL und n-tv bestätigen erneut, dass viele Menschen unzufrieden mit der Bundesregierung und ihrem Chef sind. In der Erhebung spricht sich die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) dafür aus, dass Merz von seinem Amt zurücktritt.
Elf Prozent sind mit Merz‘ Arbeit zufrieden
Im Osten ist der Wunsch nach einem Rücktritt bei 68 Prozent der Befragten besonders groß. Aber auch im Westen sprachen sich mit 53 Prozent jeder Zweite dafür aus. Vor allem Wähler von AfD (89 Prozent) und Linke (65 Prozent) lehnen demnach den CDU-Politiker ab. Aber auch bei Anhängern anderer Parteien schneidet er zunehmend schlecht ab: 39 Prozent der Grünen- und 43 Prozent der SPD-Wähler wollen seinen Rücktritt. Unter den Unionswählern genießt er weiterhin Rückhalt: Nur 21 Prozent von ihnen wünschen sich einen anderen Kanzler.
Insgesamt elf Prozent der Befragten zeigten sich in der Umfrage mit Merz’ Arbeit zufrieden. Immerhin: In der Vorwoche – also vor den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern – waren es zehn Prozent der Befragten gewesen.
- Markus Lanz: Van Aken greift Merz an – „Der kann’s nicht“
- Clan-Chef und Terrorfreund zu Gast: Linkspartei gerät in Erklärungsnot
Würde am kommenden Sonntag gewählt, käme die AfD im RTL/ntv-Trendbarometer auf 27 Prozent. Die Union folgt unverändert mit 20 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen verlieren im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und liegen bei 17 Prozent – damit weiterhin klar vor SPD und Linken, die sich mit jeweils 12 Prozent Platz vier teilen. Eine schwarz-rote Koalition wäre mit zusammen 32 Prozent Zustimmung weit von einer Mehrheit entfernt. Das BSW stagniert bei 3 Prozent. Die FDP bleibt bei 4 Prozent und damit unter der Fünfprozenthürde für den Einzug in den Bundestag.
Regierungssprecher Stefan Kornelius hatte erst vergangene Woche die Seriosität von Umfragen infrage gestellt, die Merz geringe Beliebtheitswerte attestieren. Seiner Meinung nach sei es finanziell kaum möglich, solche Daten in kurzen Abständen zu erheben. „Keines dieser Institute, die in dieser Frequenz Umfragen auf den Tisch legen, haben die Finanzressourcen, um solche Umfragen zu machen. Also sollten wir vielleicht alle mal sehr vorsichtig mit diesem Instrument umgehen“, sagte Kornelius. Manfred Güllner, Gründer des renommierten Meinungsforschungsinstituts Forsa, reagierte dagegen im t-online-Interview mit Unverständnis auf die Äußerungen.














