Am „Hangover“ auf der Wiesn
Trauer an der Unfallstelle: „Der arme junge Mann“
Aktualisiert am 22.09.2026 – 11:22 UhrLesedauer: 3 Min.
Auf dem Münchner Oktoberfest ist am Montagabend ein Mitarbeiter eines Fahrgeschäfts bei einem Unfall getötet worden. Nun äußert sich der Betreiber.
Nach dem tödlichen Unfall eines Mitarbeiters eines Fahrgeschäfts auf dem Münchner Oktoberfest gehen die Ermittlungen zur Ursache weiter. Das sagte ein Polizeisprecher am Morgen nach dem tödlichen Zwischenfall. Weitere Details konnte er zunächst nicht nennen.
Ein 52-jähriger Mitarbeiter war am Montag nach einem Betriebsunfall an einem Free-Fall-Turm im Krankenhaus gestorben. Bei dem Fahrgeschäft rauschen Fahrgäste in einer Gondel aus hoher Höhe nach unten. Der Mann habe sich wohl in einem Bereich aufgehalten, in dem er nicht hätte sein sollen. Er sei dann getroffen, möglicherweise auch eingequetscht worden. Der lebensgefährlich Verletzte wurde den Angaben nach noch reanimiert, starb dann aber im Krankenhaus.
Bestürzung unter Mitarbeitern groß
Ewald Schneider jr., der Betreiber der Anlage, war am Morgen mit einigen Mitarbeitern am Hangover. Er wollte sich nicht zitieren lassen, sprach im Gespräch mit der Münchner Lokalredaktion von t-online dann aber über den Vorfall. Es sei ein tragischer Unfall gewesen, der nun aufgeklärt werden müsse. Man könne erst in den nächsten Stunden etwas sagen.
Derzeit laufen Ermittlungen der Polizei. Wann das Fahrgeschäft wieder fahren kann, ist unklar, ist aus dem Umfeld des Fahrgeschäfts zu hören. Die Betreiber des Hangover wollen nicht zur Tagesordnung übergehen. Unter den Mitarbeitern war die Betroffenheit nach dem Tod des Kollegen groß. „Unser ganzes Team ist geschockt und entsetzt“, teilte Dirk Metz, der Sprecher der Betreiberfamilie Schneider, mit.
In der Pressemitteilung hieß es, die Familie arbeite eng mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammen. Dabei wolle sie diese bei der Klärung der Frage unterstützen, wie es „zu diesem für die Schaustellerfamilie einmaligen Vorfall“ habe kommen können und welche Konsequenzen gegebenenfalls zu ziehen seien.
- Feierte 2015 Premiere: Bei „Hangover“ gab es schon zuvor Zwischenfälle
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) reagierte zuvor mit Bestürzung auf den Unfall: „Meine Gedanken sind bei der Familie des verunglückten Mannes und den Mitarbeitenden des Fahrgeschäfts. Ich danke den Einsatzkräften für das schnelle Eingreifen“, sagte er in einem ersten Statement.

Oktoberfest-Unfall: Fahrgäste waren laut Polizei nicht in Gefahr
Wie die Polizei mitteilt, seien die Wiesn-Besucher in dem Fahrgeschäft zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. Der Bereich rund um das Fahrgeschäft wurde für den Rettungseinsatz großräumig abgesperrt. Zahlreiche Augenzeugen mussten von einem Kriseninterventionsteam betreut werden.















