„Sehe, dass der Weg nicht richtig war“
Xhaka gesteht: Schweizer Kapitän kaufte gefälschten Impfpass
Aktualisiert am 21.09.2026 – 14:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Kapitän Granit Xhaka fehlt der Schweizer Nationalmannschaft vorerst. Dieses hängt mit einer öffentlichen Stellungnahme zusammen. Xhaka legt darin ein Geständnis ab.
Der Schweizer Nationalkapitän Granit Xhaka hat vor einer anstehenden Vernehmung durch die Luzerner Staatsanwaltschaft ein öffentliches Geständnis über erworbene Corona-Impfzertifikate im Jahr 2022 abgegeben. „Im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung war ich damals persönlich stark verunsichert und hatte große Bedenken“, schrieb der ehemalige Bundesliga-Profi am Montag bei Instagram.
Er habe tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff empfunden und sei von Ängsten und Verunsicherung geprägt gewesen. „In dieser aufgewühlten Gefühlslage habe ich eine Impfbestätigung erworben, anstatt meine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären“, schrieb Xhaka. Dies bezeichnete er nun als „Fehler“: Er werde „die Verantwortung“ übernehmen und bei der Aufarbeitung „vollumfänglich“ mit den zuständigen Behörden kooperieren.
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Aktuell steht Xhaka beim AFC Sunderland in der englischen Premier League unter Vertrag. Der Nationalmannschaft steht er nach seinem Geständnis in den kommenden vier Partien der Nations League nicht zur Verfügung. Der Schweizer Verbandschef Peter Knäbel teilte mit: „Wir begrüßen, dass Granit diesen Schritt macht und sich der Aufarbeitung stellt. Gleichzeitig sind wir gemeinsam zum Schluss gekommen, dass es im Interesse der Mannschaft ist, diesen Zusammenzug ohne ihn zu bestreiten.“
Höchststrafe liegt bei einem Jahr Freiheitsstrafe
Ob Xhaka, der maßgeblich am Double-Gewinn von Bayer Leverkusen im Jahr 2024 beteiligt war, danach in die „Nati“ zurückkehren wird, blieb offen. Im Anschluss an die Länderspielpause werde die Situation „neu beurteilt“, sagte Knäbel.
Die Schweizer Boulevardzeitung „Blick“ hatte zuvor bereits berichtet, dass die Polizei im Jahr 2023 die Praxisräume einer Medizinerin durchsucht und Beweise gesichert haben soll. Xhaka werde Anfang Oktober bei der Luzerner Staatsanwaltschaft vernommen. Laut Rechtsanwalt Martin Voß liegt die Höchststrafe bei einer Impfpassfälschung bei einem Jahr Freiheitsstrafe.
Die Schweizer Nationalmannschaft trifft sich am Montag in Belek (Türkei). Dort bereitet sich das Team bis Freitag auf die beiden Auswärtsspiele gegen Nordmazedonien und Schottland (26. und 29. September) vor. Am 3. und 6. Oktober tritt die Schweiz dazu in Luzern gegen Slowenien und Nordmazedonien an.














