Staatsanwaltschaft ermittelt
Schwere Vorwürfe gegen österreichischen Kabarettisten
Aktualisiert am 16.09.2026 – 16:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Er gilt als beliebter Kabarettist und ist den österreichischen TV-Zuschauern bestens bekannt: Jetzt sieht sich Günther „Gunkl“ Paal schweren Vorwürfen ausgesetzt.
Gegen den österreichischen Kabarettisten Günther „Gunkl“ Paal laufen übereinstimmenden Medienberichten zufolge Ermittlungen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes. Am Mittwoch erhob die Staatsanwaltschaft Wien Anklage, wie der „Standard“ berichtete.
Paal werde „die Vornahme einer geschlechtlichen Handlung an einer unmündigen Person sowie das Verschaffen und Besitzen von zumindest 960 Bilddateien und 19 Videodateien sexualbezogenen Kindesmissbrauchsmaterials mündiger und unmündiger Minderjähriger zur Last gelegt“, teilte eine Sprecherin der Behörde dem ORF mit. Das digitale Bildmaterial sei bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt worden.
- Früher war sie bei der GSG 9: Polizistin vergewaltigt 15-Jährige
Der Anwalt des Beschuldigten sagte dem „Standard“, es handele sich dabei um Bilder aus dem Internet, die bereits 13 Jahre alt seien. Der Anwalt betonte, diese Aufnahmen seien getrennt von dem Missbrauchsverdacht gegen das Kind zu sehen. Für Paal gilt die Unschuldsvermutung – er selbst äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.
Fall Günther Paal: Kind soll Tochter der ehemaligen Lebensgefährtin sein
Bei dem betroffenen Kind soll es sich um ein fünfjähriges Mädchen handeln, berichtete der ORF weiter. Demnach liege die Tat etwa zwei Jahre zurück. Bei dem Kind soll es sich um die Tochter der einstigen Lebensgefährtin des Kabarettisten handeln. Anstatt Anzeige zu erstatten, habe die Mutter des Kindes gemeinsam mit ihrer eigenen Mutter Paal erpresst – und im Gegenzug geschwiegen. Als die Frauen immer mehr Geld gefordert hätten, habe sich Paal im Mai dieses Jahres selbst bei der Polizei angezeigt.
Dem ORF teilte die Staatsanwaltschaft mit, die beiden Frauen befänden sich in Untersuchungshaft. „Ihnen wird das Verbrechen der schweren Erpressung zur Last gelegt. Sie sollen den Künstler über einen längeren Zeitraum mit der Veröffentlichung kompromittierender Umstände zur Übergabe von rund 189.000 Euro genötigt haben“, teilte die Behörde dem Sender mit.
Ob und wann es zu Verfahren gegen die mutmaßlichen Erpresserinnen und gegen Paal kommt, steht noch nicht fest. Paal ließ die kommenden Termine seines neuen Kabarettprogramms absagen – aus „gesundheitlichen Gründen“, wie es hieß.














