Die Zehner des 1. FC Köln
Von Overath bis El Mala: Eine große Nummer mit Zoffpotenzial
13.09.2026 – 10:11 UhrLesedauer: 4 Min.
Said El Mala tritt in die Fußstapfen von Ikonen wie Wolfgang Overath und Lukas Podolski: Das ist die Geschichte der ruhmreichen Trikotnummer zehn beim 1. FC Köln.
Beim 1. FC Köln ist die Rückennummer zehn mehr als nur eine Zahl. Sie steht für große Spieler, prägende Persönlichkeiten und eine lange Tradition. Wolfgang Overath machte sie in den 1960er- und 70er-Jahren zu seinem Markenzeichen, Pierre Littbarski führte die Geschichte fort und für die jüngere Fan-Generation wurde Lukas Podolski zum Gesicht der Nummer.
Nun beginnt ein neues Kapitel: Said El Mala trägt seit der Saison 2026/27 das Trikot mit der legendären Zehn. Wir blicken zurück auf die Historie einer Zahl, die beim 1. FC Köln in der Vergangenheit durchaus auch Zoff auslöste.
Overath der erste große Zehner des 1. FC Köln
Im klassischen Fußball war diese Nummer traditionell dem Spielmacher vorbehalten. Während die Eins für den Torwart stand und die Neun den Mittelstürmer kennzeichnete, war der Zehner im Mittelfeld für Ideen, Kreativität und die entscheidenden Pässe zuständig.
Beim 1. FC Köln verkörperte diese Rolle zunächst Wolfgang Overath. Der spätere Weltmeister und langjährige FC-Präsident lief bereits früh in seiner Karriere mit der Zehn auf. In den 1960er-Jahren wechselte die Rückennummer zwar noch häufiger, ab der Saison 1968/69 war Overath jedoch dauerhaft mit der Zehn verbunden. Bis zu seinem Karriereende 1977 prägte er damit eine der erfolgreichsten Epochen der Vereinsgeschichte.
In der Doublesaison 1977/78 übernahm Herbert Neumann die Nummer. Auch Tony Woodcock und Rainer Bonhof trugen sie jeweils für eine Saison. Danach folgte Stephan Engels, der die Zehn überwiegend auf der Außenbahn trug und mit dem FC im Jahr 1983 den DFB-Pokal gewann.
Pierre Littbarski wird zum nächsten großen Zehner
Nach Olaf Janßen begann schließlich die Zeit von Pierre Littbarski. Der technisch herausragende Offensivspieler war zunächst mit der Nummer sieben unterwegs. Nach seiner Rückkehr aus Paris im Jahr 1987 übernahm er jedoch die Zehn – und behielt sie bis zu seinem Abschied aus Köln 1993.
Littbarski wurde damit zum nächsten prägenden Zehner des FC. Seine Dribblings, seine Freistöße und seine enge Verbindung zum Verein machten ihn zu einer der größten Figuren der Kölner Fußballgeschichte.
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Danach allerdings verlor die Nummer ihren festen Besitzer. In den folgenden Jahren wechselte sie mehrfach den Träger. Horst Heldt, Ralf Hauptmann, Andrzej Rudy, Patrick Weiser, Dorinel Munteanu und Goran Vucevic liefen unter anderem mit der Zehn auf. Auch Claus-Dieter „Pele“ Wollitz passte als klassischer Spielmacher noch in das traditionelle Bild des Zehners. Bei Markus Kreuz oder Andriy Voronin war die Verbindung zur ursprünglichen Rolle dagegen weniger eindeutig.














