„Weiß, dass es nicht so viel Zeit gibt“
Nach zwei Monaten: Bundesliga-Trainer unter Druck
12.09.2026 – 14:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Für Leipzig lief es zuletzt sportlich nicht rund. Der Trainer geriet in den Fokus. Nun muss Martín Demichelis gegen den HSV liefern.
Trainer Martín Demichelis ist sich der angespannten Situation bei RB Leipzig bewusst. „Ich kenne die Regeln. Ich weiß genau, dass es im Fußball nicht so viel Zeit gibt – vor allem nicht bei einem großen Klub“, sagte der Argentinier. Beim richtungsweisenden Heimspiel gegen den Hamburger SV am Sonntag, so der 45-Jährige, sei deshalb „eine Reaktion Pflicht, drei Punkte sind Pflicht“ (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei t-online).
Nach den beiden Niederlagen in Bremen (1:3) und in der Champions League bei Como 1907 (1:4) steht Demichelis früh in seiner Amtszeit in der Kritik und unter Druck. In den sozialen Netzwerken wurde bereits ein mögliches Blitz-Aus diskutiert. „Zieht lieber jetzt die Reißleine, bevor es noch schlechter wird“, forderte etwa ein Nutzer bei X.
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Vom Klub erhielt Demichelis aber vorerst Rückendeckung. Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer hatte ihm am Freitagabend noch das Vertrauen ausgesprochen und um Geduld geworben: „Die beiden letzten Ergebnisse entsprechen nicht unserem Anspruch – das wissen wir und das reden wir auch nicht schön. Damit setzen wir uns intern sehr klar auseinander.“
„Bin erst zwei Monate hier, aber ich liebe diesen Verein“
RB Leipzig bleibe ruhig und stehe als Klub zusammen, „jeder hat unsere Unterstützung und unser Vertrauen“, so Schäfer. Die Sachsen hätten „im Sommer viele Veränderungen vorgenommen, neue Spieler integriert und gleichzeitig immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen gehabt“, betonte Schäfer. „Jetzt kommen wichtige Spieler zurück. Eine neu zusammengestellte Mannschaft braucht Zeit, um sich zu finden und Abläufe zu entwickeln. Das ist die Realität.“
Dessen ist sich auch Demichelis bewusst, der nach vorn blickt. Seine Aufgabe sei es, am Sonntag „eine gute Mannschaft zu stellen, die unseren Fans bis zur letzten Minute das Gefühl gibt, dass wir kämpfen“. Gegen den HSV wolle er „ein bisschen rotieren, ein paar frische Spieler bringen“, erklärte Demichelis, der sich selbst weiter vollends mit dem Projekt RB identifiziert: „Ich bin erst seit zwei Monaten hier, aber ich liebe diesen Verein.“














