Vor Festauftakt
Wiesn-Aussage holt Münchens Oberbürgermeister ein
Aktualisiert am 08.09.2026 – 15:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Bevor das Bier auf dem Münchner Oktoberfest 2026 fließen kann, muss Oberbürgermeister Dominik Krause das Fass anstechen. Eine drei Jahre alte Äußerung holt ihn nun wieder ein.
Nur noch gut eine Woche, bis Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) die erste Maß Bier anzapfen und damit die Wiesn 2026 eröffnen wird. Auf Instagram zeigte sich Krause bereits Mitte August in Lederhose und mit Schürze beim Training für seinen ersten Fassanstich. „Übung macht ja bekanntlich den Meister“, schrieb er zu seinem kurzen Video. Doch noch vor wenigen Jahren äußerte sich Krause in Bezug auf das Oktoberfest weniger vorfreudig.
Im November 2023 hatte Krause das Oktoberfest im Gespräch mit dem Instagram-Kanal „Münchner Gesindel“ als „weltweit größte offene Drogenszene“ bezeichnet. Hintergrund seiner Äußerung war die Diskussion um die geplante Cannabis-Legalisierung. Beides sei in Ordnung, so Krause. „Wenn man das in der Stadt hat, dann muss man beim Thema Legalisierung genauso klar sein“, fügte er hinzu. Krause war zu dem Zeitpunkt Zweiter Bürgermeister der bayerischen Hauptstadt und erst seit wenigen Wochen im Amt.
- Preise auf dem Oktoberfest: Wiesn-Besucher zahlen zweistellig für Limo und Wasser
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Wiesn 2026: „Würde es nicht wieder so formulieren“
Bei den Festzeltbetreibern löste er mit dieser Äußerung damals Unmut aus. „Hier werden sieben Millionen Besucher mit Drogenkonsumenten gleichgesetzt und diskreditiert“, teilten die Sprecher der Wiesn-Wirte mit.
Jetzt, knapp drei Jahre danach, nimmt Krause zu seiner damaligen Aussage Stellung – und relativiert diese: Auf Anfrage der Münchner Zeitung „tz“ sagte er: „Ich würde es nicht wieder so formulieren, weil nicht rüberkam, dass es mit einem Augenzwinkern gemeint war.“ Gleichzeitig betonte er: „Inhaltlich bleibe ich dabei: Es ist eine Doppelmoral, dass man eine Droge als Volkskultur feiert, während die andere Droge – Cannabis – weiter kriminalisiert wird.“ Es sei wissenschaftlich bewiesen, dass sie keine schädlichere Wirkung habe als Alkohol.
Auch in diesem Jahr werden zur Wiesn Millionen Menschen aus aller Welt erwartet, die aber tief in die Tasche greifen müssen. Ein Liter Festbier kostet 2026 zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro. Auch die Wasser- und Limopreise bewegen sich auf diesem Niveau. In einigen Festzelten kostet der Liter Wasser gar mehr als der günstigste Liter Bier in anderen Zelten.













