US Open
Zverev im Glück: Damit war nicht zu rechnen
07.09.2026 – 12:35 UhrLesedauer: 3 Min.
Bei zwei von drei Grand-Slam-Turnieren 2026 stand Alexander Zverev im Finale. In New York hat er beste Chancen auf Nummer drei. Auch, weil seine härtesten Konkurrenten bereits zu Hause sind.
Sein bestes Tennis hat Alexander Zverev in den ersten drei Runden der US Open noch nicht gezeigt. Zweimal musste er über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen, stand stets bis weit nach Mitternacht auf dem Court. Und auch beim glatten Dreisatz-Erfolg zuletzt gegen Alejandro Tabilo ärgerte sich der Weltranglistenzweite zwischenzeitlich so sehr über sich selbst, dass er einen Schläger wegfeuerte.
Die gute Nachricht für den French-Open-Sieger ist: Trotz der bislang durchschnittlichen Darbietungen hat er gute Chancen, auch ins Endspiel von New York einzuziehen. Denn: Seinen Konkurrenten, also die, von denen man erwarten konnte, dass sie Zverev in Bedrängnis bringen können, erging es noch schlechter. Sie verabschiedeten sich reihenweise aus dem Turnier.
Spaniens Shootingstar Rafael Jódar, Nummer 13 der Welt und einer der Geheimfavoriten in Flushing Meadows, erlebte bereits in Runde eins ein Debakel beim 2:6, 1:6, 1:6 gegen den Weltranglisten-113. Yunchaokete Bu aus China. Den kanadischen Weltranglistenvierten Felix Auger-Aliassime erwischte es in Runde zwei. Ebenso wie den Australier Alex De Minaur, die Nummer sieben der Welt.
Flavio Cobolli, Zverevs Finalgegner von den French Open und in New York an Position fünf gesetzt, verabschiedete sich eine Runde später. Genau wie der hochgehandelte Lokalmatador Taylor Fritz (Nummer neun des Turniers), dem eine Zwei-Satz-Führung gegen den Weltranglisten-25. Francisco Cerundolo aus Argentinien nicht ausreichte, um eine Runde weiterzukommen.
Zverev: „Noch immer sehr, sehr gute Spieler dabei“
Die Folge: Trotz seiner Formdelle ist Zverev in seiner Hälfte des Turnierbaums nun der große Favorit auf den Einzug ins Finale. Erst dort könnte der 29-Jährige auf Carlos Alcaraz treffen, der sich bei seinem Comeback nach über vier Monaten Zwangspause schon wieder in bestechender Form präsentiert – und Tennis-Experten wie Boris Becker ungläubig zurücklässt.
Doch so weit ist es noch nicht. Im Achtelfinale bekommt es Zverev zunächst einmal mit Luciano Darderi zu tun (erneut ab ca. 3 Uhr in der Nacht zu Dienstag). Der 24 Jahre alte Italiener ist die Nummer 22 der Welt und kein ausgewiesener Hartplatz-Spezialist. Seine bislang fünf Turniersiege fuhr er allesamt auf Sand ein.













