Krise im Autobau
Autozulieferer rutscht in Insolvenz
03.09.2026 – 16:31 UhrLesedauer: 1 Min.
In Deutschland steht der nächste Traditionsbetrieb vor dem Aus. Nach fast 90 Jahren ist der Autozulieferer Tectro aus Saarburg zahlungsunfähig.
Die Krise der deutschen Autoindustrie erfasst auch die Zuliefererbetriebe. Jetzt hat die Tectro SMT GmbH aus Saarburg Insolvenz angemeldet. Der Spezialist für technische Kunststoffteile wurde im Jahr 1937 gegründet. Nun steht der Traditionsbetrieb vor dem Aus. Früher arbeiteten rund dreihundert Beschäftigte für das Unternehmen, derzeit sind es 59.
Tectro SMT stellt unter anderem Filtergehäuse für den Maschinenbau, Stecker für das Motorenmanagement und Ventilgehäuse für Lkw-Bremssysteme her. Dem Unternehmen machten nicht allein steigende Energie- und Rohstoffkosten zu schaffen, sondern auch Kostendruck und schleppende Nachfrage aus der Autoindustrie.
Der vorläufige Insolvenzverwalter Alexander Lamberty erklärte: „Unser vorrangiges Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb der Tectro SMT GmbH ohne Unterbrechung fortzuführen und einer Sanierung zuzuführen.“ Die Produktion laufe weiter, man nutze die Zeit, um gemeinsam mit der Geschäftsführung tragfähige Sanierungsperspektiven zu entwickeln. „Dabei stehen der Erhalt des Standorts und möglichst vieler Arbeitsplätze im Mittelpunkt.“















