Nach Vorfall in Brandenburg
Polizei vermutet Straftat: Störung in weiterem Umspannwerk
02.09.2026 – 06:26 UhrLesedauer: 2 Min.
In der Nähe von Köln hat es eine Störung an einem Umspannwerk gegeben. Die Polizei vermutet eine Straftat.
Nach einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis) geht die Polizei von einer vorsätzlichen Tat aus. „Wir gehen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer vorsätzlichen Tat, einer Straftat, aus“, sagte ein Sprecher der Polizei Essen auf Anfrage. Ursache und Hintergründe seien noch unklar.
Die Polizei war dem Sprecher zufolge am Dienstagabend gegen 20 Uhr wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk im Bergheimer Ortsteil Rheidt gerufen worden. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen. Zu einem Ausfall der allgemeinen Stromversorgung kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Das Werk gehört zum Energieversorger Amprion, der den Vorfall bestätigte.
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Die Polizei Essen hat die Ermittlungen übernommen und tauscht sich nach eigenen Angaben eng mit Amprion und dem Netzbetreiber RWE aus.
Störung einen Tag nach Anschlag auf anderes Umspannwerk
Erst am Dienstagmorgen hatten Unbekannte nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg versucht, Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen auszulösen. In zwei Fällen gelang dies nach Behördenangaben. Die Polizei ermittelt wegen Sabotage.

Das Energieunternehmen Leag vermutet ebenfalls eine Fremdeinwirkung: Am Morgen sei ein Anschlag auf das Umspannwerk in Turnow-Preilack verübt worden, „über welches der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugte Strom in das Übertragungsnetz von 50Hertz eingespeist wird“, teilte ein Sprecher mit. „In der Folge kam es zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk.“ Ein Zusammenhang werde geprüft.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sprach von einem „Anschlagsversuch“ und verurteilte die Tat. „Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeigt, dass wir unsere Infrastrukturen entschlossen schützen müssen“, erklärte der SPD-Politiker. Die Einsatzkräfte vor Ort sowie die Beschäftigten von Umspannwerk und Kraftwerk hätten durch rasches und besonnenes Handeln Schlimmeres verhindert. Bei dem Vorfall seien keine Menschen zu Schaden gekommen.













