Erster Rede als König
Haakon VIII. ringt im norwegischen Fernsehen mit den Tränen
29.08.2026 – 20:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Tod seines Vaters Harald ist Haakon der neue König von Norwegen. In seinem neuen Amt richtete er sich nun erstmals ans Volk – und wurde emotional.
In seiner ersten Rede als neuer norwegischer König hat Haakon VIII. sich mit berührenden Worten an seinen verstorbenen Vater Harald V. erinnert. „Danke, dass du so ein guter Papa für Märtha und mich warst“, sagte der 53-Jährige in einer Ansprache im norwegischen Fernsehen und Radio.
Mit dem Tod Haralds am frühen Freitagmorgen war Haakon sofort zum neuen Monarchen des skandinavischen Landes geworden. Er hat eine Schwester, Prinzessin Märtha Louise. „Du warst ein warmherziger und humorvoller Großvater. Ein liebevoller und fürsorglicher Ehemann“, so Haakon weiter. Alle seien gerne mit Harald zusammen gewesen, er habe für Zusammenhalt gesorgt. „Du hast uns alle unterstützt und dich um uns gekümmert.“
„Ich werde ihn vermissen“
„Ich werde ihn vermissen“, sagte der 53-Jährige sichtlich gerührt. „Ich werde sein Lachen vermissen. Seine warmherzige, heitere Art, Menschen und Situationen zu begegnen. Mein Vater hat es immer geschafft, die Menschen um sich herum dazuzubekommen, sich zu entspannen.“ Für Kinder und Jugendliche habe er einen besonderen Platz im Herzen gehabt – und er sei ein guter Zuhörer gewesen. „Er begegnete allen mit Respekt und Großzügigkeit und hat nie einen Unterschied zwischen den Menschen gemacht.“

Für seinen Vater sei es eine große Stütze gewesen, Königin Sonja als Lebenspartnerin an seiner Seite zu haben. „Heute vor 58 Jahren haben die beiden geheiratet“, sagte Haakon. Dann bricht ihm kurz die Stimme weg, als er an seine Mutter gerichtet sagt: „Herzlichen Glückwunsch zum Hochzeitstag, liebe Mama.“
- Harald V. ist tot: Wie es jetzt in Norwegen weitergeht
Nach dem Tod seines Vaters warte nun eine große Aufgabe auf ihn, sagte Haakon: „Er hat uns in der Familie immer daran erinnert, dass jeder die Dinge auf seine Art machen muss.“ Harald sei auf seinen Vater König Olav gefolgt. „Jetzt bin ich dran.“ Gemeinsam mit seiner Frau, Königin Mette-Marit, wolle er präsent sein, zuhören, und immer versuchen, die Lebenssituation unterschiedlicher Menschen zu verstehen. „Wir glauben an ein Norwegen, in dem es Platz für alle gibt.“














