Abschaffung und Reform
Wirtschaftsweise nimmt zwei Renten ins Visier
29.08.2026 – 09:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat sich erneut dafür ausgesprochen, dass neben der Abschaffung der abschlagsfreien Frührente auch das Aus der Mütterrente in Betracht gezogen werden sollte.
Nach Aussage der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm stimmt „die Richtung“, die die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz bei de Reformen eingeschlagen hat. Dennoch seien ihrer Einschätzung nach nicht „alle Möglichkeiten ausgeschöpft“ worden.
Die Wirtschaftsweise plädiert im Interview mit dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“, das die Koalition aus CDU und SPD bei der Rente weitergehen müsse. Neben der Abschaffung der „Rente mit 63“ sparch sich die Ökonomin für die Rücknahme der Mütterrente und eine Reform der Witwenrente aus.
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Mütterente abschaffen: Witwenrente „kostet 50 Milliarden Euro“
Die Mütterrente selbst kostet den Staat jährlich 13,5 Milliarden Euro, da deren Ausweitung, die ein Wahlversprechen der CSU war, nochmal rund 4,45 Milliarden Euro hinzugefügt haben. Zudem ließ die Wirtschaftsexpertin offen, wie eine Reform der Witwenrente ihrer Ansicht nach aussehen könnte.
Der Wirtschaftsweise Martin Werdign hatte jüngst sogar die Abschaffung der Witwenrente gefordert, da sie seiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemß sei, weil Frauen sich heute selbst vorsorgen könnten. Die Witwenrente koste die deutsche Rentenkasse fast 50 Milliarden Euro im Jahr, das sei ein Achtel der Gesamtausgaben, erklärte der Wirtschaftsweise seine Forderung weiter.

Neben Mütterrente sieht Grimm Potenziale und kritisiert Agenda
Während die Forderung nach einem Aus der Mütterrente und die Reform der Witwenrente immer wieder von den Wirtschaftsweisen gefordert wird, sieht Grimm auch bei der Gesundheitsreform sieht die Wirtschaftsweise noch Potenziale. Besonders eine Krankenhausreform steht bei der Ökonomin im Mittelpunkt, ohne aber genauere Details zu nennen, wo sie mögliche Einsparungen sieht.
Allerdings machte Grimm im Interview mit dem „RND“ auch deutlich, dass weiterhin an einigen Stellen hakt. „Eine Konsolidierung des Haushalts ist noch keine Wachstumsagenda“, sagte sie und bemängelte, dass ihrer Ansicht nach die Reformen mit Blick auf das Wachstum teils sogar in die falsche Richtung gingen. „Der Bundeshaushalt läuft aus dem Ruder. Nachhaltiges – also von der Privatwirtschaft getragenes – Wachstum ist nicht in Sicht.“ Das gehe massiv auf Kosten der jungen Generation, bemängelte die Ökonomin.













